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22.02.2013

15:38 Uhr

Chartanalyse

Kommt die Zinswende?

VonJürgen Röder

Jahrelang kannte der Chart der zehnjährigen Rendite in Deutschland nur eine Richtung: abwärts. Doch nun gibt es die Zeichen für einen Umschwung. Mit welchen Produkten Anleger von steigenden Zinsen profitieren können.

Börse in Frankfurt: Jahrelang abwärts ging es mit Chart der zehnjährigen Bundesanleihen. Doch nun könnte es zu einer Wende kommen. dpa

Börse in Frankfurt: Jahrelang abwärts ging es mit Chart der zehnjährigen Bundesanleihen. Doch nun könnte es zu einer Wende kommen.

DüsseldorfVor rund zwei Jahren konnten Anleger mit einer zehnjährigen Anleihe der Bundesrepublik noch eine Rendite von rund drei Prozent jährlich erzielen. Doch das ist Geschichte: Der bisherige Tiefpunkt lag Mitte des Jahres 2012 bei rund 1,2 Prozent.

„Zins-Bullen kämpfen derzeit nach Kräften darum, den Grundstein für höhere Renditeniveaus zu legen“, sagt Jana Meier, Chartexpertin der Bank HSBC Trinkaus & Burkhardt. Derzeit notiert der Chart in Höhe der Parallele zum aktuellen Abwärtstrend seit 2009 bei rund 1,6 Prozent.

Und wie können Anleger von dieser Entwicklung profitieren? Eine Investition in die zehnjährige Rendite ist nicht möglich. Anleger müssen den Bund-Future als Basiswert nehmen. Der Euro-Bund-Future ist ein Terminkontrakt, der sich auf eine fiktive, langfristige Bundesanleihe bezieht, mit einem Kupon von sechs Prozent und einer Laufzeit von zehn Jahren.

Beide Charts verlaufen annähernd invers. Steigt die zehnjährige Rendite, fällt der Kurs des Bund-Futures und umgekehrt. Wer auf eine steigende Anleiherendite setzen will, muss ein Produkt kaufen, das von einem fallenden Bund-Future profitiert. Es gibt nur Hebelprodukte auf den Bund-Future – allerdings auch welche mit einem nur geringen Hebel. Das Produkt der Commerzbank (WKN: CK2QYV) hebelt Gewinne und natürlich auch Verluste mit einem Faktor 1,5, das der Société Générale mit (WKN: SG275W) 2,4.

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