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20.05.2013

09:55 Uhr

Chartanalyse

Mit Continental überschaubares Risiko fahren

VonJürgen Röder

Die Continental-Aktie ist aus charttechnischer Sicht interessant: Seit vier Jahren liegt das Papier im Aufwärtstrend und steht kurz vor einem weiteren Einstiegssignal. Welche Produkte Anleger dann kaufen können.

Die Aktie des Automobil-Zulieferers Continental bietet aus charttechnischer Sicht aktuell Aufwärtspotenzial. dapd

Die Aktie des Automobil-Zulieferers Continental bietet aus charttechnischer Sicht aktuell Aufwärtspotenzial.

DüsseldorfDie Continental-Aktie zählt nach Meinung des Chartexperten Christian Henke angesichts ihrer hohen relativen Stärke zu den interessanten Werten aus der Dax-Familie. Denn während der deutsche Leitindex in den vergangen zwölf Minuten knapp 30 Prozent zulegten konnte, erzielte der Titel des Reifenkonzerns in diesem Zeitraum ein Plus von mehr als 40 Prozent.

„Der Titel hält sich seit dem Jahr 2009 in einem bis zum heutigen Tag intakten Aufwärtstrendkanal auf“, sagt Henke. (siehe Grafik) Für ihn ist das Risiko eines Investments überschaubar. Denn die Unterstützungslinien liegen nur knapp unterhalb des aktuellen Kurses – in Form der Trendkanal-Linie bei aktuell 87,20 Euro sowie der steigende 200-Tage-Durchschnitt bei 84,52 Euro. Unterhalb dieser Marken sollten Anleger aber die Reißleine ziehen.

Doch bevor es weiter aufwärts gehen kann, sollte nach Ansicht des Charttechnikers zuerst die Widerstandszone bei 98,00/100,00 Euro signifikant nach oben durchbrochen werden. „Dies wäre bei Notierungen von 103,00 Euro der Fall“, sagt Henke. Dann könnte die Aktie bis auf 124 Euro steigen. Das zeigen mathematische Berechnungen nach der sogenannten  „Fibonacci-Methode“. Denn Erfahrungswerte aus Vergangenheit gibt es nicht.  Das historische Hoch der Aktie liegt bei 109 Euro, erreicht am 23. Juli 2007.

Begriffe aus der Charttechnik

Widerstand- und Unterstützungslinien

Kann der Kursverlauf mehrmals einen bestimmten Kurs nicht überwinden entsteht eine Widerstandslinie. Wird der Widerstand durchbrochen entsteht ein Kaufsignal. Wird ein bestimmter Kurs mehrmals erreicht und nicht unterschritten, entwickelt sich eine Unterstützungslinie. Wird die Unterstützung durchbrochen, entsteht ein Verkaufssignal.

Auf- und Abwärtstrend

Ein Trend gibt die grundsätzliche Richtung eines Kursverlaufs an. Er wird bei steigenden Kursen als Aufwärtstrend, bei gleich bleibenden Kursen als Seitwärtstrend und bei fallenden Kursen als Abwärtstrend bezeichnet. Trends besitzen eine unterschiedliche Dauer. Zu unterscheiden sind hier der Primärtrend (langfristig), der Sekundärtrend (mittelfristig) und der Tertiärtrend (kurzfristig). Kann zusätzlich zur unteren Trendlinie eine parallele obere Trendlinie gezogen werden, entsteht ein Trendkanal.

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnittslinien dienen der Kursglättung. Zu Bestimmung der Durchschnitte werden die Kurse für einen festen Zeitraum addiert und durch die Anzahl der Tage geteilt. Gängige Durchschnitte sind die 38-, 100- und 200-Tage-Linie. Je länger der gewählte Zeitraum ist, umso „glatter“ verlaufen die Durchschnittslinien.

Wer mit weniger Risiko gegenüber dem Kauf der Continental-Aktie von weiteren Kursgewinnen profitieren will, findet mit Zertifikaten eine Vielzahl an Möglichkeiten.  Mit dem klassischen Bonuszertifikat der BNP Paribas (WKN: BP75UC) können Anleger eine Rendite von rund vier Prozent p.a. erzielen, solange  die Aktie während der gesamten Laufzeit bis Ende März 2014 nicht die Schwelle von 75 Euro berührt oder unterschreitet. Dann wird das Bonusprodukt mit mindestens 106 Euro zurückzahlt.

Warum sich ein Investment dennoch lohnen könnte: Die Gewinne sind nicht begrenzt. Falls die Aktie zum Laufzeitende oberhalb von 106 Euro notiert, profitieren Anleger in vollem Umfang. Das Aufgeld des Bonusproduktes gegenüber der Aktie beträgt knapp sechs Prozent.

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