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11.07.2013

16:09 Uhr

Chartanalyse

Post-Aktie ist der Outperformer

VonJürgen Röder

Glänzende Aussichten für das Wertpapier des Logistikkonzerns. Sowohl die fundamentalen Werte als auch die charttechnisch Situation sehen gut aus. Wie Anleger nun investieren können.

Ein Mitarbeiter der Deutschen Post DHL belädt Zustellfahrzeuge. Das Unternehmen profitiert vom boomenden Online-Handel. dpa

Ein Mitarbeiter der Deutschen Post DHL belädt Zustellfahrzeuge. Das Unternehmen profitiert vom boomenden Online-Handel.

DüsseldorfDie Aktie der Deutschen Post konnte sich bislang vom Börsentrend absetzen:  Mit einem Plus von gut 18 Prozent im bisherigen Jahresverlauf konnte das Papier die Dax-Entwicklung seit Januar mit einem Plus von 4,7 Prozent  deutlich in den Schatten stellen. „Unter charttechnischen Gesichtspunkten bestehen aktuell gute Chancen auf eine Fortsetzung der Outperformance“, meint Jörg Scherer, Chartanalyst bei der Düsseldorfer Bank HSBC Trinkaus.

Er interpretiert die Konsolidierung der Post-Aktie seit dem Mehrjahreshoch vom 22. Mai, als die Aktie bei 20,77 Euro stand, als klassische Korrekturflagge. Bei dieser charttechnischen Formation handelt es sich um ein unten gerichtetes Parallelogramm, das nach einem Anstieg anschließend einen kurzzeitigen Wertverfall des Papiers kennzeichnet.  Bricht der Chart aus dem Parallelogramm nach oben aus, entsteht ein Einstiegssignal (siehe Chart).

Begriffe aus der Charttechnik

Widerstand- und Unterstützungslinien

Kann der Kursverlauf mehrmals einen bestimmten Kurs nicht überwinden entsteht eine Widerstandslinie. Wird der Widerstand durchbrochen entsteht ein Kaufsignal. Wird ein bestimmter Kurs mehrmals erreicht und nicht unterschritten, entwickelt sich eine Unterstützungslinie. Wird die Unterstützung durchbrochen, entsteht ein Verkaufssignal.

Auf- und Abwärtstrend

Ein Trend gibt die grundsätzliche Richtung eines Kursverlaufs an. Er wird bei steigenden Kursen als Aufwärtstrend, bei gleich bleibenden Kursen als Seitwärtstrend und bei fallenden Kursen als Abwärtstrend bezeichnet. Trends besitzen eine unterschiedliche Dauer. Zu unterscheiden sind hier der Primärtrend (langfristig), der Sekundärtrend (mittelfristig) und der Tertiärtrend (kurzfristig). Kann zusätzlich zur unteren Trendlinie eine parallele obere Trendlinie gezogen werden, entsteht ein Trendkanal.

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnittslinien dienen der Kursglättung. Zu Bestimmung der Durchschnitte werden die Kurse für einen festen Zeitraum addiert und durch die Anzahl der Tage geteilt. Gängige Durchschnitte sind die 38-, 100- und 200-Tage-Linie. Je länger der gewählte Zeitraum ist, umso „glatter“ verlaufen die Durchschnittslinien.

Laut Scherer bestätigen mehrere charttechnische Trendfolgesysteme (Fachtermini: MACD, Aroon) mit neuen Einstiegssignalen den beschriebenen Flaggenausbruch. „Eine weitere Untermauerung liefert die Rückeroberung der 38-Tages-Durchschnittslinie, aktuell bei 19,56 Euro“, sagt Scherer. Als erste Zielmarke sieht der Chartexperte das Mehrjahreshoch, danach wäre die Parallele (akt. bei 22,10 Euro) zum Basisaufwärtstrend seit März 2009 das nächste Anlaufziel.  Als Absicherung bietet sich für Scherer der Aufwärtstrend seit 2011 an, der aktuell bei 18,94 Euro verläuft.

Neben dem direkten Kauf der Aktie bieten sich Bonuszertifikate an, mit denen Anleger einen zusätzlichen Teilschutz erwerben. Oder Faktorzertifikate für spekulative Anleger. Bei diesen Produkten werden Gewinn oder Verluste der Aktie gehebelt.

Bei dem Bonuszertifikat der Commerzbank (WKN: CZ6V4R) muss die Post-Aktie während der gesamten Laufzeit des  Derivates (bis Ende März 2014) stets oberhalb der Marke von 17 Euro notieren. In dem Fall erzielen Anleger eine Jahresrendite von mehr als 17 Prozent, das Zertifikat wird zu 22,80 Euro zurückgezahlt.  Allerdings ist dies gleichzeitig die maximale Rendite, von Kurssteigerungen der Aktie über 22,80 Euro profitieren Anleger nicht mehr.      

Kommentare (2)

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Turing

13.07.2013, 17:29 Uhr

Ist jetzt das Handelsblatt so heruntergekommen, dass sie Chartanalyse betreibt und von "Parallelogrammen" schwadroniert? Die Post hat gute Fundamentaldaten, eine gute Perspektive und das einzige, worüber man streiten kann, ist, ob der aktuelle Preis je Aktie zu hoch oder zu niedrig ist.

Account gelöscht!

14.07.2013, 20:30 Uhr

Na wenn war der Ausgabepreis zu hoch,bei 21 Euro im November 00.Der DAX stand damals bei 6600.Heute über 8200.Somit ist die Post für mich ein klarer Underperformer auf lange Sicht. Im Übrigen jeder staatliche der Börsengang ging bisher in die Hose,ob DT,DP,T-Online.Selbst die Postbank-nur die Übernahme durch die DBK verhinderte das Kursdebakel.Ausbaden dürfen das jetzt die DBK-Aktionäre-schließlich stand der Kurs der DBK vor der Übernahmeankündigung bei 52 Euro-heute unter 34.

"Frankfurt am Main - Der Start der "Aktie Gelb" sei gelungen, freute sich Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) am Montag. "Ich bin sehr zufrieden mit der Emission", erklärte auch Unternehmenschef Klaus Zumwinkel. Er gehe davon aus, dass sich das Ertragspotenzial des Unternehmens und der Aktienkurs "über die Zeit entwickeln".




Die Emission sei erneut ein Ergebnis der bewährten und guten Zusammenarbeit von Bund und der Kreditanstalt für Wiederaufbau, sagte der Sprecher des Vorstands der Kreditanstalt für Wiederaufbau, Hans Reich. Neben dem Bund hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau die Post-Aktie an die Börse gebracht.

Die Aktie Gelb habe mit ihrem attraktivem Emissionspreis von 21 Euro ein angemessenes Entwicklungspotenzial nach oben, erklärte der Chairman des Konsortialführers beim Börsengang, UBS Warburg. Nach seinen Worten ist die Emission der Post-Aktien der größte deutsche und weltweit drittgrößte Börsengang in diesem Jahr. Gemessen an der Börsenkapitalisierung sei die Deutsche Post AG das größte börsennotierte Logistikunternehmen in Europa und das zweitgrößte weltweit"
S.P.O.N. 20.11.2000

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