Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.02.2013

09:02 Uhr

Chartanalyse

Ratlose Goldinvestoren

VonJürgen Röder

Bei Gold stochern die Investoren im Nebel: Seit Ende 2009 hält der Seitwärtstrend des Edelmetalls an - kurzfristig überwiegen aus charttechnischer Sicht sogar die Risiken. Welche Produkte jetzt Rendite bringen.

Goldbarren in unterschiedlicher Größe: Investoren sind ratlos - seit längerer Zeit steigt der Kurs des Edelmetalls nicht mehr. dpa

Goldbarren in unterschiedlicher Größe: Investoren sind ratlos - seit längerer Zeit steigt der Kurs des Edelmetalls nicht mehr.

Düsseldorf„Gemessen an den Brandherden des abgelaufenen Jahres sowie an unterschiedlichen Maßnahmen praktisch aller wichtigen Notenbanken hat sich beim Goldpreis im abgelaufenen Jahr per Saldo nicht viel getan“, sagt Jana Meier, Chartexpertin der Bank HSBC Trinkaus und Burkhardt. Das Resultat: 2012 brachte erstmals seit Etablierung des Bullenmarktes zu Beginn des neuen Jahrtausends kein neues Verlaufshoch.

Im Gegenteil: Nach Meinung von Meier ist der Bogen für Aufwärtsgewinne vorerst eher überspannt. Darauf deuten mehrere sogenannte „inside quarters“ hin. Dabei liegen die Hoch- und Tiefpunkte eines Quartals innerhalb der Handelsspanne der vorherigen drei Monate. Gold hat beispielsweise seit seinem Allzeithoch bei 1920 US-Dollar im dritten Quartal 2011 die letzten Hoch- und Tiefpunkte markiert. Seitdem hat diese Handelsspanne Bestand und wurde in keinem der folgenden Quartal vergrößert.

Vorerst überwiegen sogar die Risiken. Schließlich hat das Edelmetall in den vergangenen Wochen die wichtigen Marken zwischen 1670 US-Dollar und 1659 US-Dollar durchbrochen. In diesem Bereich liegt derzeit unter anderem auch die 200 Tage-Durchschnittslinie. Übergeordnet sollten Anleger laut Meier die wichtige Widerstandsmarke bei 1791 US-Dollar und die Unterstützungslinie bei 1527 US-Dollar beachten. Und im Ausbruchfall „prozyklisch agieren“.

Kommentare (13)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

23.02.2013, 12:21 Uhr

Nur mal so am Rande bemerkt; die beste Rendite seit 10 Jahren.

Aber Gold kauft man ja nicht aus Renditegesichtspunkten oder zum spekulieren. Wer Gold hat/kauft, der will in erster Linie sein Vermögen für später absichern (egal welches Land, egal welche Währung). Gold ist eine imaginäre Ersatzwährung, ein stabiler Wertspeicher und Inflationsschutz OHNE Counterpart, aber keine Asset-Klasse zum spekulieren. Und Gold bedeutet Freiheit vor all den Lohn- und Systemsklaven im Hamsterrad.

Nicht mehr, und nicht weniger !

Account gelöscht!

23.02.2013, 12:26 Uhr

Das HB empfiehlt Z E R T I F I K A T E! Was ist mit dem Emittentenrisiko? Die Chance am Ende des Goldbullenmarktes mit Nichts dazustehen liegt bei 99,99...%. Wie wäre es damit, sein Gold selbst in die Hand zu nehmen? Die Chance läge dann bei 99,99... mit Allem dazustehen.

Merbod

23.02.2013, 13:10 Uhr

Absolute Zustimmung! Gold hat gegenüber Papier zu allen Zeiten und überall einen Wert gehabt, und das wird auch in Zukunft so sein. Geld ist und bleibt bedrucktes Papier. Eine Umrechnung von Gold in Euro, Dollar und Ähnliches ist insofern bedeutungslos.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×