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17.02.2014

15:00 Uhr

Chartanalyse

RWE-Papier hat Nachholpotenzial

VonJürgen Röder

Die Aktie des Energieversorgers RWE hat seinen mittelfristigen Abwärtstrend längst durchbrochen und könnte durchaus noch weiter steigen. Wie Anleger davon mit geringerem Risiko profitieren können.

Der sogenannte RWE-Tower, Zentrale des Energiekonzerns RWE: Der Aktie des Versorgers hat nach einer lang andauernden Abwärtsbewegung noch Nachholpotenzial. dpa

Der sogenannte RWE-Tower, Zentrale des Energiekonzerns RWE: Der Aktie des Versorgers hat nach einer lang andauernden Abwärtsbewegung noch Nachholpotenzial.

Düsseldorf.In den vergangenen fünf Jahren hat sich der Dax mehr als verdoppelt, die RWE-Aktie hingegen verlor in diesem Zeitraum die Hälfte an Wert. Ab Herbst 2012 hatte sich die Abwärtsbewegung nochmal verschärft, die Aktie verlor von 36 auf unter 21 Euro. Aus diesem Blickwinkel hat das Papier noch erhebliches Nachholpotenzial.

Bereits seit dem Spätsommer vergangenen Jahres geht es aufwärts mit dem Papier des Energieversorgers. „Auch der mittelfristige Abwärtstrend ist längst durchbrochen“, erläutert Charttechniker Hans-Dieter Schulz. Von unter 21 Euro im August 2013 hat der Titel mittlerweile erneut den Bereich um 29 Euro erreicht. An dieser Marke ist die RWE-Aktie bereits im November 2013 gescheitert. „Scheitert die Aktie erneut an dieser Marke, dürfte der schwache Aufwärtstrend seit Spätsommer kaum Halt bieten“, meint Schulz. Dann sei vielmehr mit einem erneuten Test der Unterstützung bei 25 Euro zu rechnen. Klettere RWE hingegen nachhaltig über 29 Euro, winke ein Anstieg bis in den Bereich um 35 Euro.

Begriffe aus der Charttechnik

Widerstand- und Unterstützungslinien

Kann der Kursverlauf mehrmals einen bestimmten Kurs nicht überwinden entsteht eine Widerstandslinie. Wird der Widerstand durchbrochen entsteht ein Kaufsignal. Wird ein bestimmter Kurs mehrmals erreicht und nicht unterschritten, entwickelt sich eine Unterstützungslinie. Wird die Unterstützung durchbrochen, entsteht ein Verkaufssignal.

Auf- und Abwärtstrend

Ein Trend gibt die grundsätzliche Richtung eines Kursverlaufs an. Er wird bei steigenden Kursen als Aufwärtstrend, bei gleich bleibenden Kursen als Seitwärtstrend und bei fallenden Kursen als Abwärtstrend bezeichnet. Trends besitzen eine unterschiedliche Dauer. Zu unterscheiden sind hier der Primärtrend (langfristig), der Sekundärtrend (mittelfristig) und der Tertiärtrend (kurzfristig). Kann zusätzlich zur unteren Trendlinie eine parallele obere Trendlinie gezogen werden, entsteht ein Trendkanal.

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnittslinien dienen der Kursglättung. Zu Bestimmung der Durchschnitte werden die Kurse für einen festen Zeitraum addiert und durch die Anzahl der Tage geteilt. Gängige Durchschnitte sind die 38-, 100- und 200-Tage-Linie. Je länger der gewählte Zeitraum ist, umso „glatter“ verlaufen die Durchschnittslinien.

Für Anleger, die von dem charttechnischen Szenario weiterer Kurssteigerungen profitieren wollen,  können Sprintzertifikate eine Alternative sein.  Denn die sind nicht so risikoreich wie Hebelprodukte, bei denen Kursrückgänge mit dem gleichen Faktor versehen werden.

Denn die „Sprinter“ verdoppeln zwar den Anstieg innerhalb einer vorher festgelegten Spanne, unterhalb vollziehen sie aber die Kursbewegungen der Aktie nach. Das passende Produkt der DZ Bank (WKN DZC0ZH) verdoppelt die Gewinne innerhalb der Spanne 30 bis 42 Euro zum Laufzeitende (27.06.2014). Der maximale Rückzahlungsbetrag ist 54 Euro, der ausgezahlt wird, wenn die RWE Aktie zum Ende der Laufzeit mindestens bei 42 Euro notiert.

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