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10.03.2013

13:16 Uhr

Chartanalyse

Technologie-Aktien sind gefragt

VonJürgen Röder

Der deutsche Technologieindex Tecdax könnte bald deutlich steigen - und das auch für längere Zeit. Mit welchen Produkten Anleger davon profitieren können.

Nicht nur der Dax, sondern auch der TecDax ist in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Reuters

Nicht nur der Dax, sondern auch der TecDax ist in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen.

Düsseldorf„Erst kürzlich hat der TecDax die Marke von 905 Punkte erreicht und damit seinen seit 2007 gültigen Abwärtstrend verlassen“, meint Chartanalyst Christian Henke. „Allerdings ist der Trendbruch noch nicht in trockenen Tüchern“, warnt er. Dies wäre erst bei einem Indexstand von rund 930 Zählern der Fall.

Erstes Ziel für den Technologieindex wären nach erfolgtem Trendbruch laut Berechnungen von Henke die historischen Hochs bei 1.014/1.010 Punkten. Auf diesem Stand notierte der Index, in dem die größten Technologiewerte in Bezug auf Marktkapitalisierung und Orderbuchumsatz zusammengefasst sind, zuletzt Mitte Oktober sowie Anfang November 2007.

Begriffe aus der Charttechnik

Widerstand- und Unterstützungslinien

Kann der Kursverlauf mehrmals einen bestimmten Kurs nicht überwinden entsteht eine Widerstandslinie. Wird der Widerstand durchbrochen entsteht ein Kaufsignal. Wird ein bestimmter Kurs mehrmals erreicht und nicht unterschritten, entwickelt sich eine Unterstützungslinie. Wird die Unterstützung durchbrochen, entsteht ein Verkaufssignal.

Auf- und Abwärtstrend

Ein Trend gibt die grundsätzliche Richtung eines Kursverlaufs an. Er wird bei steigenden Kursen als Aufwärtstrend, bei gleich bleibenden Kursen als Seitwärtstrend und bei fallenden Kursen als Abwärtstrend bezeichnet. Trends besitzen eine unterschiedliche Dauer. Zu unterscheiden sind hier der Primärtrend (langfristig), der Sekundärtrend (mittelfristig) und der Tertiärtrend (kurzfristig). Kann zusätzlich zur unteren Trendlinie eine parallele obere Trendlinie gezogen werden, entsteht ein Trendkanal.

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnittslinien dienen der Kursglättung. Zu Bestimmung der Durchschnitte werden die Kurse für einen festen Zeitraum addiert und durch die Anzahl der Tage geteilt. Gängige Durchschnitte sind die 38-, 100- und 200-Tage-Linie. Je länger der gewählte Zeitraum ist, umso „glatter“ verlaufen die Durchschnittslinien.

Die einfachste Möglichkeit, von möglichen weiteren Kurssteigerungen des TecDax zu profitieren, sind Indexzertifikate. Sie vollziehen den Kurs des Indexes im Verhältnis 1:1 ab. Davon gibt es mehr als 20 verschiedene. Anleger sollten – neben der Wahl des jeweiligen Emittenten – auf einen niedrigen Spread, Differenz zwischen An- und Verkaufskurs, achten.

Anleger, die Wert auf Teilschutz legen, können sich Bonuszertifikate auswählen. Allerdings ist die Auswahl bei dieser charttechnischen Situation begrenzt. Ein Bonusprodukt, das noch halbwegs passt, ist ein Produkt der Commerzbank (WKN: CZ1N7N)  Das bietet eine Seitwärtsrendite von knapp zwei Prozent, solang während der Laufzeit bis Ende Dezember die Schwelle von 730 Zählern nicht berührt oder unterschritten wird. Ein Sicherheitspuffer  von mehr als 20 Prozent.

Kommentare (1)

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Samweis

07.03.2013, 13:02 Uhr

Hm, warum sollte jemand für schlappe 2% die Schuldverschreibung einer Bank kaufen, wenn er doch an der EUREX ähnliche Geschäfte zu besseren Konditionen und vom Markt bestimmten fairen Kursen machen kann - dazu noch ohne den Unsicherheitsfaktor der Bonität einer Bank.

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