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30.05.2011

14:48 Uhr

Chartanalyse

Thyssen-Krupp und Infineon sind gut gewappnet

VonStefan Schneider

Blickt man auf die Charts stechen zwei Titel aus dem Dax heraus: Thyssen-Krupp und Infineon. Was die Vergangenheit über die Zukunft der Aktien aussagt.

Stahlarbeiter bei Thyssen-Krupp: Es geht heiß her. Quelle: dpa

Stahlarbeiter bei Thyssen-Krupp: Es geht heiß her.

Erst vor kurzem hat die Aktie von Thyssen-Krupp ein Kaufsignal generiert, hat Christian Henke analysiert. Denn innerhalb des seit März 2009 intakten Aufwärtstrends wurde der horizontale Widerstand bei 32,00 Euro nachhaltig nach oben durchbrochen, wie der Chart zeigt. Nun ist erstmal Luft bis zum Kurs von 36,50 Euro. Dort liegt die nächste Haltelinie, die noch aus dem Jahr 2007 stammt.

Den Ausbruch sollten Zertifikate-Fans nutzen: entweder mit Outperformance-Zertifikaten oder mit Bonuszertifikaten. Die ausgesuchten Outperformance-Papiere setzen den weiteren Kursanstieg der Thyssen-Krupp-Aktie mit einem 1,5-fachen Hebel um, sobald der Aktienkurs den Strike übersteigt. Zumindest bei dem ersten Zertifikat der DZ Bank (WKN: DZ6YBT) ist das schon erfolgt, beim anderen Outperformance-Zertifikat steht die Zündung des Turbos noch aus.

Henke traut der Aktie sogar ein Potenzial bis zu 47,70 Euro zu. Das wäre auf aktueller (25.5.) Kursbasis von 32,20 Euro ein Plus von fast 50 Prozent.

Auch gegen Rückschläge ist der Kurs aus charttechnischer Sicht gewappnet. Die frühere Widerstandslinie von 32,00 Euro ist nach dem gelungenen Durchbruch zur Unterstützungslinie geworden; ein typisches Chartbild. Und auch eine doppelte Absicherung durch die steigende 200-Tage-Durchschnittslinie sowie die untere Trendkanallinie bei jeweils 28,20 Euro dürften Kursverluste bremsen. Allerdings warnt Henke: Sollte dieses doppelte Netz nicht halten, liegt eine mittelfristige Trendwende vor. Dann müssten auf jeden Fall die Zertifikate abgestoßen werden.

Ob eine Trendumkehr eintritt – und zu welchem Zeitpunkt – bleibt ersteinmal fraglich. Bis dahin lassen sich mit den ausgewählten Bonuszertifikaten und Capped Bonuszertifikaten noch attraktive Renditen erzielen. Das Absicherungsniveau bietet noch ausreichend Platz für mögliche Kursrückschläge, ohne dass die Bonusfunktion hinfällig ist. Als erste Zielmarke nach oben gilt eine Aktienkurs von 36,50 Euro – entsprechend wurden die Caps beziehungsweise die Bonuslevel gesetzt. Erst nach Überschreiten der Marke werden Bonuspapiere mit höheren Leveln interessant.

Infineon wartet auf Ausbruch

Fast genau vor zwei Jahren war der Startschuss für den intakten Aufwärtstrendkanal, in dem sich die Aktie des Münchener Chipherstellers bis heute befindet. An dessen Oberseite bei 12,50 Euro sieht Christian Henke denn auch das mittelfristige Kurspotenzial. Vorher muss die Infineon-Aktie aber noch den Sprung über eine horizontale Widerstandslinie bei 8,30 Euro schaffen. „Ein signifikanter Sprung, das heißt um mehr als drei Prozent, wäre ein neues Kaufsignal, das den Weg nach oben ebnet“, meint Christian Henke.

Derzeit steht die Aktie bei etwa acht Euro, ab etwa 8,50 wäre der Sprung geschafft. „Nach unten ist der Dax-Titel gut abgesichert“, sagt Henke. Zum einen schütze die untere Trendkanallinie bei momentan 6,70 Euro, zum anderen der steigende 200-Tage-Durchschnitt (6,60 Euro), die Anleger vor weiteren Kursverlusten bewahren sollten.

Doch zu einem Szenario mit Kursziel 12,50 Euro passende Bonuszertifikate zu finden, erweist sich derzeit als schwierig. Entweder sind die Laufzeiten zu lang oder das Aufgeld zu hoch. Deshalb hat die Redaktion Papiere gewählt, deren Absicherungsniveau bei sechs Euro liegt und deren Bonuslevel nicht allzu weit vom aktuellen Aktienkurs entfernt liegt, aber noch Potenzial bietet. So lassen sich bei vertretbaren Aufgeldern und einen maximalen Laufzeit von etwa einem Jahr noch zweistellige Bonusrenditen erzielen.

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