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20.04.2013

11:53 Uhr

Chartanalyse

US-Index am Scheideweg

VonJürgen Röder

Droht dem amerikanischen Auswahlindex S&P 500 nun ein deutlicher Rückfall? Oder geht die Hausse weiter? Die Entscheidung dürfte laut Charttechnik in den nächsten Handelstagen fallen. Anleger können sich wappnen.

Am 10. April hat der S&P 500 ein neues Allzeithoch markiert. Doch Anschlusskäufe blieben bislang aus. Reuters

Am 10. April hat der S&P 500 ein neues Allzeithoch markiert. Doch Anschlusskäufe blieben bislang aus.

DüsseldorfDie Indizes an den amerikanischen Aktienmärkten strotzen vor Kraft. So hat der Dow Jones, der sich  aus 30 der größten US-Unternehmen zusammensetzt, bereits im März sein Allzeithoch aus dem Jahr 2007 bei 14.000 Punkten geknackt. Und der S&P 500, der die 500 größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen umfasst und zu den meistbeachteten Aktienindizes der Welt zählt, ist vor wenigen Tagen gefolgt. Mit 1.597 Zählern hat er das bisherige Rekordhoch aus dem Jahr 2007 überboten.

Begriffe aus der Charttechnik

Widerstand- und Unterstützungslinien

Kann der Kursverlauf mehrmals einen bestimmten Kurs nicht überwinden entsteht eine Widerstandslinie. Wird der Widerstand durchbrochen entsteht ein Kaufsignal. Wird ein bestimmter Kurs mehrmals erreicht und nicht unterschritten, entwickelt sich eine Unterstützungslinie. Wird die Unterstützung durchbrochen, entsteht ein Verkaufssignal.

Auf- und Abwärtstrend

Ein Trend gibt die grundsätzliche Richtung eines Kursverlaufs an. Er wird bei steigenden Kursen als Aufwärtstrend, bei gleich bleibenden Kursen als Seitwärtstrend und bei fallenden Kursen als Abwärtstrend bezeichnet. Trends besitzen eine unterschiedliche Dauer. Zu unterscheiden sind hier der Primärtrend (langfristig), der Sekundärtrend (mittelfristig) und der Tertiärtrend (kurzfristig). Kann zusätzlich zur unteren Trendlinie eine parallele obere Trendlinie gezogen werden, entsteht ein Trendkanal.

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnittslinien dienen der Kursglättung. Zu Bestimmung der Durchschnitte werden die Kurse für einen festen Zeitraum addiert und durch die Anzahl der Tage geteilt. Gängige Durchschnitte sind die 38-, 100- und 200-Tage-Linie. Je länger der gewählte Zeitraum ist, umso „glatter“ verlaufen die Durchschnittslinien.

„Die Anschlusskäufe nach diesem Kaufsignal blieben jedoch aus“, sagt Chartexperte Hans-Dieter Schulz. Und so rauschte der Index zuletzt wieder unter die alte Höchstmarke. „Dies ist ein deutliches Warnzeichen, denn nun könnte sich der Ausflug nach oben als Fehlausbruch entpuppen“, meint Schulz.

Dann wäre nach seiner Ansicht mit spürbar sinkenden Kursen zu rechnen. Im weiteren Verlauf sei dann auch ein Ausbruch aus dem seit März 2009 gültigen Aufwärtstrend bei aktuell rund 1.400 denkbar.

Kommentare (1)

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Kickeriki

20.04.2013, 12:18 Uhr

Kräht der Hahn auf dem Mist
ändert sich's Wetter - oder's bleibt wie es ist

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