Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.05.2013

16:28 Uhr

Chartanalyse

Von einer Erfolgsgeschichte profitieren

VonJürgen Röder

Die Aktie des Duft- und Geschmacksstoffherstellers Symrise hat in den vergangenen Monaten den MDax als Benchmark deutlich abgehängt. Daran dürfte sich aus charttechnischer Sicht vorerst nicht viel ändern.

Ein Symrise-Labor in Brasilien. Das Unternehmen ging 2006 an die Börse, die Aktie hat sich seitdem positiv entwickelt. Reuters

Ein Symrise-Labor in Brasilien. Das Unternehmen ging 2006 an die Börse, die Aktie hat sich seitdem positiv entwickelt.

DüsseldorfEnde 2006 ging die Symrise AG, globaler Hersteller von Duft- und Geschmacksstoffen sowie aktiven Wirkstoffen für die kosmetische Industrie. an die Börse. Es ist eine Erfolgsgeschichte: Gegenüber dem Emissionspreis von 17,25 Euro hat sich der Kurs der Aktie verdoppelt.

„Mittelfristig sind die Anteilsscheine von Symrise aussichtsreich“, meint auch Christian Henke, der das Papier unter charttechnischen Gesichtspunkten analysiert hat. Der Wert in MDax, der die 50 größten deutschen Nebenwerte  beinhaltet, befindet sich seit über vier Jahren in einem Aufwärtstrendkanal. (siehe Grafik) „Interessant ist die Aktie vor allem unter Chance/Risiko-Gesichtspunkten“, sagt Henke.

Begriffe aus der Charttechnik

Widerstand- und Unterstützungslinien

Kann der Kursverlauf mehrmals einen bestimmten Kurs nicht überwinden entsteht eine Widerstandslinie. Wird der Widerstand durchbrochen entsteht ein Kaufsignal. Wird ein bestimmter Kurs mehrmals erreicht und nicht unterschritten, entwickelt sich eine Unterstützungslinie. Wird die Unterstützung durchbrochen, entsteht ein Verkaufssignal.

Auf- und Abwärtstrend

Ein Trend gibt die grundsätzliche Richtung eines Kursverlaufs an. Er wird bei steigenden Kursen als Aufwärtstrend, bei gleich bleibenden Kursen als Seitwärtstrend und bei fallenden Kursen als Abwärtstrend bezeichnet. Trends besitzen eine unterschiedliche Dauer. Zu unterscheiden sind hier der Primärtrend (langfristig), der Sekundärtrend (mittelfristig) und der Tertiärtrend (kurzfristig). Kann zusätzlich zur unteren Trendlinie eine parallele obere Trendlinie gezogen werden, entsteht ein Trendkanal.

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnittslinien dienen der Kursglättung. Zu Bestimmung der Durchschnitte werden die Kurse für einen festen Zeitraum addiert und durch die Anzahl der Tage geteilt. Gängige Durchschnitte sind die 38-, 100- und 200-Tage-Linie. Je länger der gewählte Zeitraum ist, umso „glatter“ verlaufen die Durchschnittslinien.

Für ihn hat die Aktie mittelfristig ein Kurspotenzial bis zur oberen Trendlinie bei aktuell rund 52 Euro. In Richtung Süden gibt es gleich ein Bündel von Unterstützungen, die den Kurs vor deutlichen Verlusten schützen sollten. Zum einen die obere Begrenzung der ehemaligen Seitwärtsbewegung bei 28 Euro. Zum anderen die untere Trendlinie des vorher beschriebenen Trendkanals. Und zum Schluss der steigende 200-Tagedurchschnit bei rund 28 Euro.

„Die Symrise-Aktie konnte in den vergangenen Monaten durch eine hohe relative Stärke überzeugen und hat den MDax als Benchmark zuletzt deutlich abgehängt“, sagt Henke. „Daran dürfte sich vorerst nicht viel ändern“.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×