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13.01.2010

07:00 Uhr

Depot-Absicherung

Ein Börsen-Rückschlag ist kein Beinbruch

VonGeorgios Kokologiannis

Die Aufwärtsbewegung des Dax ist ins Stocken geraten. Und damit nicht genug: Für die kommenden Monate sagen viele Börsenexperten einen Rückschlag an den Aktienmärkten voraus. Anleger können dieser Bewegung vorbeugen und ihre Kursgewinne mit den richtigen Papieren absichern.

Droht den Aktienmärkten eine Korrektur? Mit den richtigen Produkten können sich Anleger jetzt geschickt absichern. Quelle: dpa

Droht den Aktienmärkten eine Korrektur? Mit den richtigen Produkten können sich Anleger jetzt geschickt absichern.

DÜSSELDORF. Bereits am ersten Handelstag des neuen Jahres ist der Dax über die 6000er-Marke geklettert. Damit knüpft eer nahtlos an die im März 2009 gestartete Börsenrally an. Anleger befinden sich in einem Dilemma - vor allem vorsichtige, die dem Börsenbraten in den vergangenen Monaten nicht getraut haben, beharrlich einen Bogen um Aktien machten und fassungslos den immer weiter steigenden Kursen hinterher schauen mussten. Lohnt es sich auf dem jetzigen Niveau noch auf weiter steigende Kurse zu setzen?

Zwar sehen die führenden Kreditinstitute laut einer Auswertung des Handelsblatts den deutschen Leitindex bis Ende 2010 im Durchschnitt auf einem etwas höheren Niveau bei 6340 Zählern - verglichen mit dem aktuellen Stand von 5960 Punkten entspricht das einem leichten Plus von knapp sechs Prozent.

Die hohe Liquidität sowie die geringe Attraktivität von Alternativanlagen sollten beispielsweise nach Ansicht von Michael Schürmann, Portfoliomanager bei der Gries & Heissel Bankiers, die Nachfrage nach Aktien weiter auf hohem Niveau halten und das Ausmaß von Korrekturen begrenzen. Aufgrund des "bereits spürbar gestiegenen Kurs- und Bewertungsniveaus" rate man dennoch dazu, "Übergewichtungen von Aktien abzubauen".

Verständlich, denn für die Chance auf eine Rendite, die laut Konsensschätzung etwa zwei bis drei Prozentpunkte über Festgeldniveau läge, müssen Investoren ein happiges Risiko eingehen. Schließlich stand der Dax vor weniger als einem Jahr noch unter 3600 Punkten. Seitdem ist er bereits um rund 70 Prozent gestiegen. Selbst "begrenzte Korrekturen" könnten vor diesem Hintergrund schnell schmerzhafte Ausmaße annehmen - gerade bei Neuengagements.

CAPPED REVERSE-BONUS-ZERTIFIKATE FÜR CHANCENORIENTIERTE ANLEGER

Basiswert / KursDax / 5960 Punkte
Stand: 12.01.2010
WKNGS19G2GS19G6GS19GA
EmittentGoldman Sachs
Laufzeit17.12.2010
Briefkurs29,73 ?30,75 ?32,36 ?
Referenzwert Basiswert4500 Punkte
Bezugsverhältnis0,01
Bonuslevel / Cap5500 Punkte5500 Punkte5500 Punkte
Absicherungsniveau7000 Punkte7200 Punkte7500 Punkte
Sicherheitspuffer17,56%21,05%25,95%
Bonusrendite17,81%13,82 %8,19%
Bonusrendite p.a.18,99%14,72%8,71%
Aufgeld-0,97%1,15%6,44%



Anlegern, die attraktive Renditen im zweistelligen Bereich suchen, bieten auch Discountzertifikate auf den Dax aufgrund der gesunkenen Volatilität keinen hinreichenden Schutz - mehr als 11 Prozent Discount sind im Moment nicht drin.

Interessant sind im aktuellen Umfeld dagegen ausgewählte Reverse-Bonuszertifikate auf den Dax (siehe Tabelle). Grundsätzlich eignen sie sich für Investoren, die eher fallende Notierungen erwarten. Denn das Absicherungsniveau bei Reverse-Papieren liegt zur Emission über - nicht wie bei normalen Bonuszertifikaten unter - dem Referenzkurs des Basiswerts. Solange diese Barriere nicht berührt wird, bekommt der Anleger mindestens den Bonusbetrag ausgezahlt.

Eine höhere Rendite gibt es, wenn der Basiswert - je nach Aufgeld - mehr oder weniger deutlich unter das Bonuslevel fällt. Denn die Rückzahlung erfolgt nach folgender Formel: Doppelter zum Emissionszeitpunkt festgelegter Referenzwert des Basiswerts abzüglich Stand zum Berechnungstag, multipliziert mit dem Bezugsverhältnis. Fällt die Barriere, bildet der Bonusbetrag allerdings nicht mehr die Mindestrückzahlung. Selbst ein Totalverlust ist dann möglich, falls der Dax anschließend weiter zulegt.

Wichtig: Die in der Tabelle vorgestellten Reverse-Papiere verfügen zusätzlich über einen Cap. Daher stellt die Bonusrendite hier gleichzeitig auch die jeweilige Maximalrendite dar. Im Gegenzug ist der Sicherheitspuffer deutlich höher als bei Reverse-Bonusvarianten ohne Cap.

So winkt beispielsweise mit einem der Produkte von Goldman Sachs, die bis Mitte Dezember 2010 laufen, eine Bonusrendite von 14,72 Prozent p.a., solange der Dax bis dahin die Marke von 7200 Zählern nicht knackt (WKN: GS19G6).

Ein weiterer Vorteil der aufgeführten Papiere: Im Gegensatz zu den meisten derzeit gehandelten Reverse-Zertifikaten weisen sie kein bzw. kein hohes Aufgeld auf, das als zusätzlicher Verlust anfällt, falls die Barriere doch gerissen wird.

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