Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.09.2013

10:06 Uhr

Depot-Contest

„Wir werden neue Höchststände sehen“

VonJessica Schwarzer

Der Dax wird schon bald sein Allzeithoch knacken, ist Vermögensverwalter Gottfried Urban überzeugt. Noch besser sollten aber europäische Aktien laufen. Auch Papiere aus den Schwellenländern hat er nicht abgeschrieben.

Gottfried Urban, Vorstand der Neue Vermögen, tritt beim Depot-Contest der DAB-Bank in den Kategorien "Ausgewogen" und "Chance" an. Bernd Roselieb für Handelsblatt

Gottfried Urban, Vorstand der Neue Vermögen, tritt beim Depot-Contest der DAB-Bank in den Kategorien "Ausgewogen" und "Chance" an.

Herr Urban, nach der Entspannung im Syrien-Konflikt klettert der Dax wieder. Sehen wir bald ein neues Allzeithoch?
Deutschland ist nach wie vor ein sehr interessantes Land für Investments. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir bis zum Jahresende neue Höchststände sehen werden.

Spielt die Bundestagswahl für die Märkte eine Rolle?
Für Investoren ist politische Stabilität natürlich sehr wichtig. Mit der Bundestagswahl steht uns ein wichtiges Ereignis bevor. Sollte es keine schwierigen Koalitionsverhandlungen geben, ist der Weg zu einem neuen Allzeithoch frei.

So legen die Deutschen ihr Geld an

Top 7

Sicherheitsdenken dominiert sehr stark auch die Anlagestrategien männlicher Finanzanleger. 86 Prozent der befragten Männer können sich nicht vorstellen, bei Anlagen für eine höhere Rendite ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. Frauen sind aber offenbar noch sicherheitsorientierter: 96 Prozent von ihnen wollen bei der Geldanlage möglichst kein Risiko eingehen.

Top 6

Trotz des derzeit allgemein niedrigen Zinsniveaus können sich nur neun Prozent der Anleger vorstellen, bei künftigen Finanzanlagen mit einer höheren Risikobereitschaft gegebenenfalls eine höhere Rendite zu erzielen. Mit 91 Prozent legt die Mehrheit der deutschen Sparer einen großen Wert auf Sicherheit.

Top 5

Neben Festgeld und Tagesgeld würden die Verbraucher 2013 auch stärker in Immobilien, Gold und andere Edelmetalle investieren, wenn sie einen größeren Geldbetrag dafür zur Verfügung hätten. Den größten Zuwachs im Vergleich zu 2012 erleben Immobilien. 46 Prozent aller deutschen Anleger würden sich ein Haus oder eine Wohnung anschaffen. Auch die Krisenwährung Gold ist 2013 deutlich beliebter. Knapp 30 Prozent der deutschen Anleger würden sich größere Goldbestände zulegen.

Top 4

Während Frauen tendenziell stärker in Festgeld sowie Tagesgeld investiert sind, meiden sie Aktienanlagen noch in stärkerem Maße als Männer. Bei Fonds sind hingegen nur geringfügige, bei Immobilien, Gold und anderen Edelmetallen sogar überhaupt keine Unterschiede im Anlageverhalten von Männern und Frauen feststellbar.

Top 3

Im Jahr 2012 waren bei den deutschen Anlegern Festgeld und Tagesgeld die beliebtesten Anlageprodukte. Obwohl der Dax in diesem Jahr um rund 30 Prozent zulegte, rangieren börsennotierte Finanzprodukte erst deutlich danach. Gerade einmal jeder fünfte Deutsche investierte sein Geld in Aktien. Darauf folgten Immobilien mit knapp 17 Prozent. Das in der Krise besonders beliebte Anlageobjekt Gold lag mit gerade einmal neun Prozent ebenfalls auf den hinteren Plätzen.

Top 2

Trotz eines weiteren Euro-Krisenjahrs stieg der Dax 2012 auf ein neues Allzeithoch. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der deutschen Anleger zeigte sich trotz der guten Kursentwicklung mit der Werteentwicklung ihrer Finanzanlage unzufrieden.

Top 1

Der Anteil der Deutschen, die 2012 einen nennenswerten Geldbetrag angelegt haben, steigt mit zunehmenden Alter erkennbar an. Mit knapp 65 Prozent stellen Deutsche ab 60 Jahren die größte Gruppe der Privatanleger.

Der unsichere Wahlausgang bremst also…
…ja, er verhindert, dass der Dax nicht schon höher steht. Investoren wollen keine Regierungsbildung, an der die Linken oder die Alternative für Deutschland beteiligt sind. Für die Märkte ist es wichtig, dass Angela Merkel Bundeskanzlerin bleibt. Ist das der Fall, sind die Rahmenbedingungen für deutsche Aktien ideal. Gerade die Südländer würden aber wohl sehr positiv auf einen Regierungswechsel in Berlin reagieren.

Warum?
Die Konjunktur erholt sich, wenn auch in  einem behäbigen Schneckentempo, und das wird in den kommenden zwölf Monaten so weiter gehen. Wir sind inmitten einer Turnaround-Situation. Das ist gut für Aktien. Aktien kauft man nicht in wirtschaftlichen Boomphasen, sondern eher in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit.

Würden Sie denn wirklich sagen, wir stecken in wirtschaftlichen unsicheren Zeiten?
Sagen wir mal so: Die Wahl in Deutschland ist ein großer Unsicherheitsfaktor für den Euro und für Euro-Land. Nach der Bundestagswahl wird es in Europa sehr spannend, auch wenn die politische Richtung bestätigt wird.

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Cassandra

13.09.2013, 11:24 Uhr

Wenn das Stupid German Money schon wieder bedenkenlos zur Kaufstampede ruft, dann wissen die mit Verstand was zu tun ist.

Account gelöscht!

13.09.2013, 13:16 Uhr

Es stellt sich an den Märkten natürlich immer die Frage, was teuer und was billig ist. Schauen Sie sich die Zinsen an, sie werden mittel- bis langfristig sicher wieder auf drei bis vier Prozent steigen.

Diese Vermutung sehe ich als unrealistisch an.
Die hochverschuldeten Club med Länder sind immer noch auf dem steigendem Neuverschuldungtrip. Somit würden steigende Zinsen zu einem frühen Exitus oder überboardender Schuldenübernahme durch D oder EZB führen.
Bedeutet auch Exitus des Gesamtsystems.

Also weiterhin dünnes Eis.
Trotzdem kann man es noch ein Weilchen so weitertreiben. Wird alles nur erheblich teurer.

Schönen Tag noch.

Account gelöscht!

14.09.2013, 14:51 Uhr

..ja, nur dass dies lediglich Anlagedruck ist, die von der EZB gedruckten Billionen müssen ja irgendwo hin ...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×