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12.12.2011

15:44 Uhr

Derivate

Anleger trennen sich von Goldprodukten

Der Preisrückgang von Gold hat zu einem massiven Verkauf von Derivaten auf das Edelmetall geführt. Der Rohstoff wurde knapp 2,5 Prozent billiger. Als Grund wird der stärkere Dollar genannt.

Anleger trennen sich von Goldprodukten. dpa

Anleger trennen sich von Goldprodukten.

FrankfurtAnleger haben sich am Montag angesichts des Preisrückgangs bei Gold von Derivaten auf das Edelmetall getrennt. Verkauft wurde beispielsweise ein Turbo-Call auf Gold der Citigroup mit Basispreis bei 1.642,27 Dollar und Knock-Out-Barriere bei 1.641,69 Dollar. Einen Turbo-Call der Deutschen Bank auf das Edelmetall mit Basispreis bei 1.519,74 und Knock-Out bei 1.561,90 Dollar kauften und verkauften Investoren indes in ungefähr gleichen Mengen.

Die Feinunze Gold wurde mit einem Abschlag von 2,4 Prozent bei 1.670 Dollar bewertet und war damit so billig wie seit drei Wochen nicht mehr. Händler begründeten die Entwicklung mit dem stärkeren Dollar, der Rohstoffe für Anleger außerhalb des US-Währungsraumes teurer werden lässt. „Womöglich versuchen auch einige Investoren, ihre Verluste an den Aktienmärkten dadurch auszugleichen, dass sie Gold verkaufen“, sagte Euwax-Händler Norbert Paul. Der Dax notierte am Nachmittag 2,1 Prozent im Minus bei 5.864 Punkten.

Daneben wurden auffällig oft zwei Scheine der Deutschen Bank auf die Aktien von Adidas und Lufthansa gekauft. Hinter dem Turbo-Call auf Adidas mit Basispreis bei 43,23 Euro und Knock-Out bei 45,40 Euro vermuteten Händler ebenso die Empfehlung eines Börsenbriefes wie hinter einem Turbo-Call auf Lufthansa mit Basispreis bei 7,52 Euro und Knock-Out bei 7,90 Euro. Die Anteilsscheine der Fluglinie gehörten im Dax mit einem Minus von 4,2 Prozent auf 8,72 Euro zu den größten Verlierern. Die Aktien von Adidas notierten 1,9 Prozent schwächer bei 49,18 Euro.

Von

rtr

Kommentare (3)

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G4G

12.12.2011, 16:29 Uhr

Es handelt sich nicht um die Anleger die sich von Goldprodukten trennen. NEIN !
Es handelt sich um eine Kursmanipulatution der FED und der BAnk of England. Das ist schon der dritte Versuch in 2011, die Anleger aus dem sicheren Hafen des Goldes zu treiben, um sie dann wieder abzocken zu können.
Kaufen lautet die Devise !
Das sind die letzten Zuckungen der Badbanks der USA und UK

Otto

12.12.2011, 16:59 Uhr

Genau, steige jetzt bald noch einmal sechsstellig physisch ein, denn bald bricht das Ponzi-System zusammen. Die dicken Fische sind schon seit 10 Jahren drin weil sie wissen was kommt.
Jetzt will man noch schnell die Kreditkäufer und Leichtmatrosen rauswerfen, an der Börse wird das gleiche Spiel betrieben. Nichts für schwache Nerven.

Account gelöscht!

12.12.2011, 19:27 Uhr

Die Goldderivate (Wetten) haben nichts mit physischem Gold zu tun. Wenn es irgendwann einmal hart auf hart kommt, dann zerplatzen diese Goldderivate wie eine Seifenblase. Gut für den, der dann physische Gold hält.

Überhaupt, der gesamte Derivatehandel ist die größte Zeitbombe unserer Zeit! Wenn der einmal platzt, dann kann kein Rettungsversuch der Welt das Finanzsystem noch halten! Momentan hat die Politik nur die Staatsschulden auf dem Plan, aber der Derivatehandel ist die eigentlich größere Bedrohung!

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