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07.07.2011

17:15 Uhr

Derivate

UBS-Zertifikateindex zeugt von Anlegeroptimismus

Der Mut der deutschen Zertifikate-Anleger ist im Juni weiter gestiegen. Das bestätigte Metin Simsek aus dem Frankfurter Derivateteam der UBS.

Auch im mittelfristigen Vergleich waren die Anleger dem UBS-Indikator zufolge wieder positiver gestimmt: So niedrige Risikopuffer wie im Juni haben sie im Schnitt zuletzt im September 2010 gewählt. Quelle: dpa

Auch im mittelfristigen Vergleich waren die Anleger dem UBS-Indikator zufolge wieder positiver gestimmt: So niedrige Risikopuffer wie im Juni haben sie im Schnitt zuletzt im September 2010 gewählt.

FrankfurtDer Mut der deutschen Zertifikate-Anleger ist im Juni weiter gestiegen. „Die Anleger sind definitiv risikofreudiger geworden“, sagte Metin Simsek aus dem Frankfurter Derivateteam der UBS am Donnerstag in einem Interview mit Reuters Insider TV. Die Risikofreude erreichte den höchsten Stand seit September 2010, wie der am Donnerstag veröffentlichte Investor-Sentiment-Index der UBS zeigt. Der Index vergleicht den Stand des Dax mit der Höhe der Sicherheitspuffer (Caps), die Anleger beim Kauf von Discountern der UBS auf den deutschen Leitindex gewählt haben. Je weiter der Cap unter dem Dax-Stand liegt, desto größere Risikoscheu signalisiert er.

 Im Juni lag der Cap der UBS zufolge im Schnitt 6,6 Prozent unter dem Niveau des Dax. Das heißt: Die generell eher vorsichtigen Discounter-Investoren kalkulierten bei ihrer Anlage-Einscheidung einen Dax-Verlust in ebendieser Höhe ein. „In den letzten Monaten geht die Tendenz dahin, dass man den Risikopuffer immer kleiner gewählt hat“, sagte Simsek. Im Mai hatte der Cap bei knapp zehn Prozent gelegen und im April bei 14,7 Prozent.

Auch im mittelfristigen Vergleich waren die Anleger dem UBS-Indikator zufolge wieder positiver gestimmt: So niedrige Risikopuffer wie im Juni haben sie im Schnitt zuletzt im September 2010 gewählt. „Die Anleger scheinen recht optimistisch zu sein“, sagte Simsek. Er begründete dies damit, dass der Dax charttechnisch in einem intakten Aufwärtstrend sei. Zudem seien deutsche Standardwerte nach wie vor günstig bewertet, gemessen an ihren Kurs-Gewinn-Verhältnissen. Schlechte Nachrichten wie zuletzt die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Portugals durch die Agentur Moody's prallten am Markt weitestgehend ab. „Die Anleger scheinen sich an schlechte Nachrichten im Zusammenhang mit Staatsfinanzen gewöhnt zu haben“, sagte Simsek.

Von

rtr

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