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01.12.2011

12:27 Uhr

Derivate

Weniger Risiken bei Zertifikaten

Durch Kursanstiege auf dem Aktienmarkt sind Risikopuffer für Zertifikate gewachsen. Das hat die Gefahren der Produkte für Investoren gemindert.

Sicherheit geht vor: Selbst die als riskant geltenden Zertifikate sind nun stabiler. dpa

Sicherheit geht vor: Selbst die als riskant geltenden Zertifikate sind nun stabiler.

FrankfurtDie Kursaufschläge an den Aktienmärkten im Oktober haben viele Zertifikate und Hebelprodukte in Deutschland einer Studie zufolge risikoärmer gemacht. In dem Monat entfielen knapp über 70 Prozent des investierten Vermögens auf die zwei risikoärmsten von insgesamt fünf Produktklassen, wie ein am Donnerstag veröffentlichter Report des Analysehauses European Derivatives Group (EDG) zeigt. Im September waren es 64,7 Prozent gewesen.

Die drei Anlageklassen mit höherem Risiko verloren dagegen allesamt Anteile. Am deutlichsten war der Rückgang in Klasse drei für „risikobereite Anleger“ mit minus 4,2 Prozent. „Diese Verschiebung hin zu den niedrigeren Risikoklassen ist in erster Linie auf das positive Marktumfeld und die damit einhergehenden gesunkenen Volatilitäten zurückzuführen“, erläuterte die EDG. Der Dax hatte im Oktober 11,6 Prozent an Wert gewonnen. Anleger hatten sich vom EU-Gipfel Ende des Monats einen Durchbruch im Kampf gegen die europäische Schuldenkrise erhofft. Der EuroStoxx50 hatte im Oktober 9,5 Prozent zugelegt.

Wegen der Kursanstiege sind Risikopuffer zu Barrieren, zum Beispiel bei Bonuszertifikaten, angewachsen. Das senkt das Produktrisiko. Die EDG misst die Risiken von Basiswerten und Zertifikaten anhand des Value at Risk (VaR). Diese Kennzahl gibt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Investment in einem bestimmten Zeitraum einen bestimmten Verlust nicht überschreiten wird. Für den Oktober-Report hat die EDG rund 670.000 Anlage- und Hebelprodukte analysiert.

Von

rtr

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