Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.12.2011

15:17 Uhr

Derivategeschäft

Macquarie rückt von privaten Anlegern ab

Die australische Bank Macquarie will sich in Deutschland stärker auf Produkte für Privatbanken und institutionelle Investoren konzentrieren. Angebote für Privatanleger sollen zurückgefahren werden.

Die Macquarie-Bank reduziert ihr Geschäft mit Privatanlegern. Reuters

Die Macquarie-Bank reduziert ihr Geschäft mit Privatanlegern.

FrankfurtDie australische Bank Macquarie will ihr deutsches Derivategeschäft neu ausrichten. In Zukunft solle der Fokus beim Angebot stärker auf Produkten für Privatbanken und institutionellen Investoren liegen, sagte eine Sprecherin am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters. Produkte, welche in großer Vielfalt über Börsen und Direktbanken an Privatanleger vertrieben werden, würden dadurch weniger Gewicht bekommen.

Bereits in den vergangenen Monaten hat Macquarie sein Angebot an Zertifikaten und Hebelprodukten deutlich reduziert. Aktuell bietet das Haus noch rund 20.000 derartige Produkte an, im April waren es 45.000. Damals hatte Macquarie angekündigt, Ende 2011 rund 75.000 Produkte auf dem Markt haben zu wollen.

Neben dem Produktangebot ist in den vergangenen Wochen auch die Zahl der Mitarbeiter gesunken, die sich um das deutsche Geschäft gekümmert haben. Zudem schränkt Macquarie seine Handelszeiten für Zertifikate und Hebelprodukte ein. Bislang hat die Bank für den Großteil dieser Produkte im außerbörslichen Handel von 8 bis 22 Uhr An- und Verkaufskurse gestellt. Seit Anfang Dezember macht sie das nur noch bis 20 Uhr, lediglich für kanadische und US-Basiswerte stellt sie weiterhin bis 22 Uhr Kurse. Ab dem 16. Januar 2012 soll der außerbörsliche Handel aller Macquarie-Derivate auf dem deutschen Markt erst um 9 Uhr beginnen.

Die australische Macquarie Group war erst im April 2010 am deutschen Derivatemarkt gestartet. Damals hatte sie das Derivateschäft der Privatbank Sal. Oppenheim übernommen. Macquarie ist einer der kleineren Anbieter. Ende Oktober kam das Haus auf einen Marktanteil von 0,82 Prozent beim deutschen Börsenhandel mit Zertifikaten und Hebelprodukten, zeigt eine Statistik des Deutschen Derivate Verbandes. Damit belegte das Institut in der Börsenumsatzstatistik den fünfzehnten Platz.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×