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24.09.2013

16:17 Uhr

Dividenden-Strategie

Dem Zinstief trotzen

VonMatthias von Arnim

Die Zinsen werden auf unbestimmte Zeit niedrig bleiben. Für Sparer bedeutet dies weiterhin reale Wertverluste bei festverzinslichen Papieren. Einen Ausweg bieten Discountzertifikate und Aktienanleihen.

Röntgenaufnahme eines Sparschweins mit Geldstücken: Die extrem niedrigen Zinsen in Europa kosten deutsche Sparer nach einer Studie Milliarden. dpa

Röntgenaufnahme eines Sparschweins mit Geldstücken: Die extrem niedrigen Zinsen in Europa kosten deutsche Sparer nach einer Studie Milliarden.

FrankfurtFed-Chef Ben Bernanke sorgt weiterhin für gute Laune an der Börse. Er hat sich vorgenommen, die Zinsen in den USA so lange auf ihrem historisch niedrigen Niveau belassen, bis die Arbeitslosenzahlen in den Vereinigten Staaten spürbar sinken. Das sei aber noch lange nicht der Fall, mit 7,3 Prozent liege die Arbeitslosenquote immer noch deutlich zu hoch, verkündete er am 18. September. Die US-Notenbank belässt jedoch nicht nur die Zinsen niedrig, sondern kauft monatlich auch weiterhin Staatsanleihen im Wert von sagenhaften 85 Milliarden Dollar.

Billiges Geld dank niedriger Zinsen sind ein Geschenk für Anleger, die in Aktien investieren – aber ein Graus für Zinssparer. Auch Anleger im Euroraum, in dem die Europäische Notenbank EZB bislang den US-Zinsvorgaben zeitverzögert, aber stetig folgte, spüren die Zinsflaute. Bundesanleihen bringen derzeit nach Steuern und Inflation unter dem Strich negative Erträge. Die Alternative findet sich am Aktienmarkt: Deutsche börsennotierte Unternehmen bieten Dividendenrenditen von teilweise mehr als sieben Prozent.

Das Problem dabei: Aktienkurse sind in der Regel volatiler als Anleihen. Und dieses Risiko scheuen konservativ orientierte Anleger oft. Doch es gibt eine Möglichkeit, den Nachteil der höheren Volatilität in einen Vorteil umzumünzen und hohe Dividenden bei reduziertem Risiko einzufahren. Die Lösung: Discount-Zertifikate auf dividendenstarke Aktien. Der Trick: „Bei diesen Zertifikaten werden die für die betreffenden Aktien erwarteten künftigen Gewinnausschüttungen dazu genutzt, um die Konstruktionen der Zertifikate überhaupt möglich zu machen.

Anleger legen sich also mit diesen Produkten Papiere ins Depot, in denen die erwarteten Dividenden bereits enthalten sind. Sie sichern sich dadurch bei Kauf des Produktes die erwarteten Dividenden für die Laufzeit des Zertifikates, und das steuerfrei. Zudem sichern sich Anleger über ein Discount Zertifikat gleichzeitig in gewissem Umfang gegen Kursrückgänge ab“, erklärt Stefano Angioni von der DZ Bank. Eine hohe Volatilität sorgt dabei zusätzlich für eine Preisreduzierung der Discountzertifikate während der Laufzeit – was zum Schluss unter dem Strich eine höhere Rendite bedeuten kann.

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