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29.07.2015

19:56 Uhr

Edelmetalle

Wie Sie Ihr Gold gegen den Preissturz wappnen

VonGeorgios Kokologiannis

Experten warnen: Bis auf 750 US-Dollar kann die Notierung des Edelmetalls einbrechen. Wer seine heißgeliebten Barren und Münzen dennoch nicht verkaufen möchte, kann sich mit einem Trick gegen den Wertverlust schützen.

Mit speziellen Finanzprodukten können sich Anleger gegen den Preisverfall des Edelmetalls absichern. dpa

Goldbarren

Mit speziellen Finanzprodukten können sich Anleger gegen den Preisverfall des Edelmetalls absichern.

FrankfurtEs sind Preisprognosen, die selbst hart gesottene Gold-Fans an ihrem vermeintlich sicheren Anlagehafen zweifeln lassen: Obwohl die Notierung des Edelmetalls bereits auf den tiefsten Stand seit fünfeinhalb Jahren gefallen ist, erwarten Experten eine Fortsetzung der Talfahrt.

Mit den richtigen Anlageinstrumenten können sich auch solche Investoren vor weiteren Wertverlusten wappnen, die sich nicht von ihren heiß geliebten Münzen und Barren trennen möchten.

Die Feinunze Gold kostete inzwischen erstmals seit 2010 wieder etwas weniger als 1.100 Dollar. Rohstoffexperten von Goldman Sachs rechnen damit, dass die Notierung demnächst unter eintausend Dollar rutschen dürfte. Hintergrund sei die anstehende Leitzinswende in den USA: "Mit dem positiveren Ausblick für den Dollar und den abnehmenden Abwertungsrisiken verliert die Nachfrage nach Gold als Absicherung gegen den Dollar immer stärker an Bedeutung", warnt Jeffrey Currie, Leiter der Rohstoffanalyse bei der US-Investmentbank Goldman Sachs.

Goldnachfrage weltweit (in Tonnen)

2003

Schmuck: 2.484
Barren und Münzen: 304
ETFs: -
Industrie: 386
Zentralbanken: -620
Gesamt: 2.594 Tonnen

2004

Schmuck: 2.616

Barren und Münzen: 355

ETFs: 133

Industrie: 419

Zentralbanken: -479

Gesamt: 3.044

2005

Schmuck: 2.719

Barren und Münzen: 396

ETFs: 208

Industrie: 438

Zentralbanken: -663

Gesamt: 3.098

2006

Schmuck: 2.300

Barren und Münzen: 414

ETFs: 260

Industrie: 468

Zentralbanken: -365

Gesamt: 3.077

2007

Schmuck: 2.423

Barren und Münzen: 435

ETFs: 253

Industrie: 476

Zentralbanken: -484

Gesamt: 3.104

2008

Schmuck: 2.304

Barren und Münzen: 869

ETFs: 321

Industrie: 461

Zentralbanken: -235

Gesamt: 3.720

2009

Schmuck: 1.814

Barren und Münzen: 780

ETFs: 623

Industrie: 410

Zentralbanken: -34

Gesamt: 3.593

2010

Schmuck: 2.017

Barren und Münzen: 1.205

ETFs: 382

Industrie: 466

Zentralbanken: 77

Gesamt: 4.147

2011

Schmuck: 1.972

Barren und Münzen: 1.515

ETFs: 185

Industrie: 453

Zentralbanken: 457

Gesamt: 4.582

2012

Schmuck: 1.908

Barren und Münzen: 1.256

ETFs: 279

Industrie: 428

Zentralbanken: 535

Gesamt: 4.405

2013

Schmuck: 2.671

Barren und Münzen: 1.702

ETFs: - 916

Industrie: 354

Zentralbanken: 625

Gesamt: 4.436

2014

Schmuck: 2.457

Barren und Münzen: 1.004

ETFs: - 183

Industrie: 347

Zentralbanken: 588

Gesamt: 4.212

Q1 2015

Schmuck: 601

Barren und Münzen: 253

ETFs: 26

Industrie: 80,4

Zentralbanken: 119

Gesamt: 1.079
Auf das Jahr hochgerechnet: 4.316

Fachleute von Morgan Stanley haben jüngst sogar einen Preiseinbruch auf bis zu 800 US-Dollar ausgerufen, falls die US-Leitzinswende von einem erneuten Rückschlag an Chinas Aktienbörsen begleitet werden sollte und auch die Zentralbanken anfangen, Edelmetall loszuschlagen.

Noch tiefer könnte es laut einem makroökonomischen Prognosemodell der Deutschen Bank gehen, das den angemessenen Goldpreis bei 750 US-Dollar sieht. Das wäre ein weiteres Minus von über 30 Prozent.


Kommentare (10)

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Frau Ich Kritisch

30.07.2015, 08:08 Uhr

zum einem muss man nur einen langen Atem haben - der Goldpreis wird in 10 bis 20 Jahren bequem auf 1500 bis 2000 Euro liegen.

zum anderen - immer wenn Experten zum Verkauf oder Kauf raten - sollte man das exakte Gegenteil machen.

Experten geben der breiten Masse Ratschläge damit sie selbst mehr verdienen können, nicht damit die breite Masse etwas verdient.

Herr Rudi Rastlos

30.07.2015, 08:46 Uhr

Ich glaube nicht an die Weisheiten von GS.
Schaut Euch nur die Kommunisten in China an.
Börse wird ( wie im Westen auch ) manipuliert, hier aber komplett durch den Staat ( Partei ).
Die Chinesen mit Geld werden sich also auf Gold stürzen.
Jeden Monat, je nach Kapital, Silber oder Gold in den kleinen Tresor zu Hause legen, das sichert einen guten Schlaf.
Besonders für alte oder kranke Menschen eine Wohltat.
Nicht spekulieren sondern sichern für schlechtere Zeiten oder einen Notfall.
Der Einstieg in ein ( privates ) Sparsystem ist also günstig ( siehe Preise Münzen ).

Herr Jürgen Dannenberg

30.07.2015, 08:58 Uhr

Gold ist nun einmal Gold, und nicht Papier mit x-beliebigen Nullen drauf.

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