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04.10.2011

16:42 Uhr

Geschäftsklima

Schuldenkrise belastet Zertifikatebranche

Angesichts der Schuldenkrise verharrten die Indizes für das aktuelle Geschäftsklima der Zertifikatebranche auf dem im August erreichten niedrigen Niveau. Die Anleger seien verunsichert und hielten sich mit Käufen zurück.

Auch der Stimmungsindex für die Berater verbesserte sich kaum. KEYSTONE

Auch der Stimmungsindex für die Berater verbesserte sich kaum.

FrankfurtAngesichts der ungelösten Schuldenkrise in der Eurozone hat die deutsche Zertifikatebranche im September weiter heftigen Gegenwind verspürt. Die Indizes für das aktuelle Geschäftsklima verharrten auf dem im August erreichten niedrigen Niveau, wie der Branchendienst „Der Zertifikateberater“ am Dienstag mitteilte.

Die Anleger seien wegen der Krise stark verunsichert und hielten sich mit Käufen dementsprechend zurück.

Im August waren die vom „Zertifikateberater“ ermittelten Stimmungsindizes auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren abgerutscht. Die Furcht vor einer Pleite Griechenlands und einer Ansteckung von Ländern wie Spanien und Italien hatte die Börsenkurse auch im September massiv belastet. Der Dax verlor in dem Zeitraum trotz einiger kurzen Erholungsphasen fast fünf Prozent.

Der Stimmungsindex für die Berater notierte im September bei 33,5 Punkten und damit nur wenig besser als im August. Das Barometer für die Stimmung der Emittenten lag bei 33,9 Zählern.

Werte unterhalb von 50 Punkten zeigen eine überwiegend negative Einschätzung der aktuellen Absatzlage an, Werte oberhalb dieser Marke Optimismus.

Von den Beratern gaben 80 Prozent der Befragten an, dass ihre Kunden wegen der Schuldenkrise stark verunsichert seien.

Bei den favorisierten Anlagethemen verabschieden sich die Berater von deutschen Aktien. Gegenüber dem Vormonat nannten 17 Prozent weniger diesen Bereich als gefragtes Thema. Dagegen rückte Gold wieder in den Vordergrund - nach Angaben von „Der Zetifikateberater“ zum ersten Mal seit langer Zeit. Das als „sicherer Hafen“ geltende Edelmetall wurde im September mit bis zu 1920 Dollar pro Feinunze so hoch bewertet wie nie zuvor.

 

Von

rtr

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