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05.06.2011

16:20 Uhr

Gex

Lukrative Familienbande

VonMatthias von Arnim, Jürgen Röder

Inhabergeführte Firmen schneiden derzeit sehr gut ab. Viele börsengelistete Unternehmen gelten jedoch immer noch als Geheimtipp. Wie Anleger investieren können

Der Schriftzug für den German Entrepreneurial Index (GEX). Quelle: dpa

Der Schriftzug für den German Entrepreneurial Index (GEX).

DüsseldorfLaut Mannheimer Unternehmenspanel sind 93,2 Prozent aller Firmen in Deutschland Familienunternehmen. Der Anteil am Umsatz der Gesamtwirtschaft liegt bei 49 Prozent. Inhabergeführte Firmen beschäftigen zusammen mehr als 57 Prozent aller Arbeitnehmer und sind die eigentlichen Motoren deutscher Wirtschaftsentwicklung – und das nicht nur quantitativ, sondern vor allem in der Qualität. Mehrere Studien kamen zu dem Ergebnis, dass Familienunternehmen langfristig erfolgreicher sind und höhere Gewinne erzielen als managergeführte Publikumsgesellschaften. Das zahlt sich in der Regel auch an der Börse aus.

Die Stiftung Familienunternehmen hat in einer Studie vom Oktober 2009 errechnet, dass Aktien börsennotierter Familienunternehmen zwischen 1998 und 2008 durchschnittliche Renditen von jährlich 18,8 Prozent erzielten. Nicht-Familienunternehmen kamen im Schnitt auf 16,3 Prozent. Untersuchungen der Credit Suisse kamen zu einem ähnlichen Ergebnis. Als Erfolgsfaktor identifizierte die Studie vor allem die Eigentümerstruktur.

Indizes für Familienunternehmen

Fast jede dritte börsennotierte Firma, die den Prime-Standard der Deutschen Börse erfüllt, ist ein Familienunternehmen. Zusammen machen sie rund 20 Prozent der Marktkapitalisierung an deutschen Börsen aus.

Umso erstaunlicher ist, dass die Investition in eigentümergeführte Firmen immer noch als Geheimtipp gilt. So gibt es erst seit vier Jahren ein entsprechendes Börsenbarometer, den „German Entrepreneur Index“, kurz Gex genannt. Der Gex umfasst Aktien von deutschen mittelständischen Familienunternehmen, die in Frankfurt im Prime-Standard notiert sind.

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