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11.01.2010

14:09 Uhr

Lehman-Zertifikate

Frankfurter Sparkasse entschädigt 4 600 Kunden

Einige Banken entschädigen ihre Kunden, denen sie zu einem Kauf von Zertifikaten der Investmentbank Lehman geraten haben. nach der Pleite erhalten die Geschädigten zumindest einen Teil ihres verlorenen Geldes zurück. Bei der Frankfurter Sparkasse nutz ein Großteil der Geschädigten das Angebot und verzichtet auf einen Gang vor Gericht.

HB FRANKFURT. Die Lust auf eine gerichtliche Auseinandersetzung mit der Hausbank scheint bei vielen Lehman-Geschädigten Kunden nicht sonderlich ausgeprägt. Der größten Teil der Kunden von der Frankfurter Sparkasse nahmen jedenfalls das Angebot der Bank an. Etwa 4 600 der insgesamt 5 000 Inhaber von Zertifikaten der pleite gegangenen US-Investmentank hätten ein freiwilliges Rückzahlungsangebot der Sparkasse angenommen, teilte die Fraspa am Montag mit. Die Kunden bekommen nun 50 Prozent des angelegten Betrages zurück. Die zur Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) gehörende Sparkasse kostet das gut 40 Millionen Euro.

Zahlreiche Kunden der Fraspa und anderen deutschen Banken streiten sich vor Gericht über Schadensersatz, weil sie mit Anlagen in Lehman-Zertifikate ihre Ersparnisse verloren haben. Bundesweit sind schätzungsweise 40 000 Menschen betroffen. Auch die Sparkassen in Hamburg und Hannover sowie die Citibank und einzelne Genossenschaftsbanken haben bereits Lehman-Geschädigte entschädigt.

Durch die Pleite von Lehman Brothers im September 2008 wurden die Zertifikate auf einen Schlag wertlos. Bei solchen Schuldverschreibungen von Banken trägt der Kunde ein Emittentenrisiko: Geht der Herausgeber der Zertifikate pleite, droht dem Anleger ein Totalverlust des investierten Kapitals.

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