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29.11.2011

14:21 Uhr

Markt schrumpft

Zertifikate führen ein Schattendasein

Die anhaltende Unsicherheit der Anleger trifft auch die Anbieter von Zertifikaten und Hebelprodukten. Der Markt ist auf das Niveau vom Sommer 2009 geschrumpft.

Blick in den Handelssaal der Börse Stuttgart: Zertifikate sind in den Depots der Deutschen kaum vertreten. dpa

Blick in den Handelssaal der Börse Stuttgart: Zertifikate sind in den Depots der Deutschen kaum vertreten.

FrankfurtDiese Zahlen werden die Emitteten nicht gerne hören: Im September war in Zertifikate und Hebelprodukte 3,9 Prozent weniger Vermögen investiert als im August, wie eine am Dienstag veröffentlichte Statistik des
Deutschen Derivate Verbandes (DDV) zeigt. Demnach belief sich das Marktvolumen Ende September noch auf 100,4 Milliarden Euro. Das war der tiefste Stand seit August 2009.

Zum Teil erklären die gesunkenen Börsenkurse vom September, dass der Markt geschrumpft ist. Aber auch, wenn man diesen Effekt herausrechnet, bleibt dem DDV zufolge ein Minus von 2,3 Prozent. Der Verband begründet dies damit, dass sich derzeit viele Anleger wegen der Unsicherheit am Markt mit Investitionen zurückhielten. Zudem seien im September - wie am Ende eines Quartals üblich - viele Zertifikate ausgelaufen.

Einer Umfrage zufolge sind Zertifikate und Hebelprodukte unter den Deutschen kaum verbreitet. Nur zwei Prozent aller Befragten besitzen aktuell solche verbrieften Derivate, wie die am Dienstag veröffentlichten Ergebnisse
einer Umfrage durch das Meinungsforschungsinstitut Forsa zeigen. Demnach waren Zertifikate und Hebelprodukte die am wenigsten verbreiteten Finanzprodukte.

Zum Vergleich: Investmentfonds-Anteile liegen der Umfrage zufolge bei 26 Prozent der Teilnehmer in den Portfolios, Aktien bei 14 Prozent und festverzinsliche Wertpapiere wie Anleihen bei zwölf Prozent. Ein Blick auf die Altersgruppen zeigt: Unter den 18- bis 29-jährigen Teilnehmern sind Derivate mit einer Quote von fünf Prozent deutlich stärker verbreitet als im Durchschnitt.

Forsa hat die Umfrage im Auftrag der Börse Stuttgart durchgeführt. Das Institut hat Anfang September 1002 Deutsche telefonisch befragt, die nicht unbedingt Erfahrung mit Kapitalanlagen hatten.

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