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18.09.2011

09:12 Uhr

Neue Produkte

Auf boomende Rohstoffe setzen

VonMatthias von Arnim

Nicht nur Gold und Silber glänzt in den Depots. Immer mehr Anleger entdecken auch Brent-Öl, Erdgas, Kupfer, Aluminium, Weizen und Mais. Und die Finanzbranche bringt immer neue Produkte auf dem Markt.

Ölpumpen stehen im Sonnenuntergang auf einem Ölfeld bei Los Angeles. dpa

Ölpumpen stehen im Sonnenuntergang auf einem Ölfeld bei Los Angeles.

FrankfurtSeit Jahren ist die Investmentbranche bestrebt, Privatanlegern die Vorteile von Rohstoff-Investments  schmackhaft zu machen. Doch Rohstoff-Zertifikate, die ohne Laufzeitende konzipiert werden, haben mit einem schweren Mangel zu kämpfen: Es ist nahezu unmöglich, sogenannte Rollverluste zu vermeiden.

Der Grund dafür liegt in der grundsätzlichen Struktur der Zertifikate und des Rohstoffmarktes: Zertifikate auf Rohstoffe investieren nämlich nicht in die Rohstoffe selbst, sondern in Rohstoff-Futures. Diese müssen jeden Monat ausgetauscht werden, denn anders als die betreffenden Open-End-Zertifikate haben Futures immer ein Laufzeitende.

Das Problem dabei:  Sehr oft sind Futures mit späterem Ablaufdatum teurer als Futures mit kürzerer Laufzeit. Deshalb entstehen beim monatlichen Future-Tausch oft Rollverluste. Fürs gleiche Geld bekommt man plötzlich

weniger neue Futures. Wenn das jeden Monat passiert, verliert das investierte Kapital schnell an Wirkkraft. Es ist so, als ob man am Anfang ein Fass Öl kauft und die Blechtonne, die geliefert wird, am Ende nur noch halb voll ist.

Auch den Emittenten ist diese Problematik natürlich bekannt. Sie versuchen seit Jahren mit immer neuen  Tricks, die Rollproblematik auszuhebeln. So auch die DZ Bank, die seit einigen Tagen mit einer roll-optimierten Indexfamilie den Rohstoffmarkt ganz neu für sich entdeckt hat.

Das Konzept: Beim neu entwickelten DZ Best Commodity Index und bei Sub-Indizes, die darunter zusammengefasst sind, wird völlig unabhängig vom aktuell im Zertifikat abgebildeten Future jeden Monat in einen neuen Future investiert, zu dessen Vorläufer-Future – also der Future mit einem Monat weniger Laufzeit – eine möglichst geringe Preisdifferenz besteht. Zudem muss der jeweilige Future ein Mindestvolumen an Handel aufweisen.

Kommentare (13)

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nanoflo

18.09.2011, 10:56 Uhr

Rohstoff-Futures , ein weiteres krankes Konstrukt der aufgeblähtes Finanzbrachne was keiner braucht!!!
Wann hat der Wahnsinn endlcih ein Ende?
Wie kranke Köpfe stecken hinter der Fassade wirklich?

karlosdallos

18.09.2011, 11:10 Uhr

Dann besteht das Geschäft der Derivatgeber im "Roling".

" Roling , roling , roling "
in der Melodie eines Wild-West Filnms

Account gelöscht!

18.09.2011, 12:07 Uhr

So ist es - Rohstoffspekulation, insbesondere für Lebensmittel sollten sofort verboten werden!

JEDER der in solche Produkte investiert und zockt, sollte sich SEINER Verantwortung bewusst sein und daran denken, dass er für die Misere bei notleidenden Menschen VOLL SCHULDIG ist!

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