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25.01.2011

10:17 Uhr

Ölpreis

Wie Anleger vom schwarzen Gold profitieren

VonStefan Schneider

Der Ölpreis nimmt die hat die 100-Dollar-Marke ins Visier. Unwetter und Spekulationen treiben den Preis. Ein Strategiezertifikat von Vontobel wechselt je nach Marktsituation zwischen Öl-Aktien und Öl-Futures.

DüsseldorfDer aktuelle Blick auf den Ölpreis lässt Erinnerungen wach werden, Erinnerungen an den Juli 2008. Damals kostete das Barrel (159 Liter) der Sorte WTI (West Texas Intermediate) in der Spitze 145 US-Dollar. Dann kam die internationale Wirtschafts- und Finanzkrise und der Ölpreis stürzte bis auf 34 Dollar ab. Nun nimmt der Preis für den Energieträger einen neuen Anlauf auf die 100-Dollar-Marke. Und es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bis das Barrel darüber notiert. Der Aufwärtstrend seit dem Tief im Frühjahr 2009 ist intakt. Die jüngste kleine Korrektur ändert daran nichts.

Zertifikate sind seit der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers in aller Munde. Doch die wenigsten Anleger wissen, was sich wirklich hinter diesen Anlageprodukten versteckt, denn Zertifikate sind für viele Anleger schwer zu verstehen. Nach dem Platzen der Neue-Markt-Blase brachten die Banken viele Anleger mit Zertifikaten zurück an den Kapitalmarkt. Das Erfolgsrezept: Sicherheitspuffer, die Investoren im Vergleich zur Aktie besser gegen Kursrückschläge schützten. Binnen weniger Jahre wuchs das in Zertifikate investierte Volumen in Deutschland von einem geringen zweistelligen Milliardenbetrag auf rund 140 Mrd. Euro. In den Bankfilialen wurden die Papiere rege verkauft. Doch das stürmische Wachstum fand in der Finanzkrise und speziell durch die Pleite der Investmentbank Lehman Brohters ein jähes Ende. Der Aufschrei nicht nur der Anleger war groß. In der Öffentlichkeit gelten Zertifikate seit dem Fall Lehman als Verkörperung der Auswüchse im Finanzsektor. Doch die Verteufelung des Sektors schadet nicht nur den Banken. Auch Anleger, die Zertifikate pauschal ablehnen, verzichten womöglich auf attraktive Chancen. Denn Zertifikate bieten nicht nur einen speziellen Zugang zu Aktien und Indizes. In den vergangenen Jahren haben sie Anlegern zahlreiche neue Märkte erschlossen, die bisher professionellen Investoren vorbehalten waren. Wer Zertifikate richtig einsetzen will, braucht aber ein Mindestmaß an Wissen über die komplizierten Produkte. Die typischen Eigenarten und die wichtigsten Produkttypen erklären wir Ihnen auf den folgenden Seiten. Inhalt: Was ist ein Zertifikat? Zertifikate in Deutschland Zertifikate und Emittentenrisiko Zertifikateratings Die Bedeutung der Volatilität Wichtige Zertifikate-Begriffe Indexzertifikate Themen- und Basketzertifikate Discountzertifikate Bonuszertfikate Expresszertifikate Garantiezertifikate Aktienanleihen Twin-Win-Zertifikate Mehr zu diesem Thema: Das Einmaleins der Zertifikate Foto: dpa

Zertifikate sind seit der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers in aller Munde. Doch die wenigsten Anleger wissen, was sich wirklich hinter diesen Anlageprodukten versteckt, denn Zertifikate sind für viele Anleger schwer zu verstehen. Nach dem Platzen der Neue-Markt-Blase brachten die Banken viele Anleger mit Zertifikaten zurück an den Kapitalmarkt. Das Erfolgsrezept: Sicherheitspuffer, die Investoren im Vergleich zur Aktie besser gegen Kursrückschläge schützten. Binnen weniger Jahre wuchs das in Zertifikate investierte Volumen in Deutschland von einem geringen zweistelligen Milliardenbetrag auf rund 140 Mrd. Euro. In den Bankfilialen wurden die Papiere rege verkauft. Doch das stürmische Wachstum fand in der Finanzkrise und speziell durch die Pleite der Investmentbank Lehman Brohters ein jähes Ende. Der Aufschrei nicht nur der Anleger war groß. In der Öffentlichkeit gelten Zertifikate seit dem Fall Lehman als Verkörperung der Auswüchse im Finanzsektor. Doch die Verteufelung des Sektors schadet nicht nur den Banken. Auch Anleger, die Zertifikate pauschal ablehnen, verzichten womöglich auf attraktive Chancen. Denn Zertifikate bieten nicht nur einen speziellen Zugang zu Aktien und Indizes. In den vergangenen Jahren haben sie Anlegern zahlreiche neue Märkte erschlossen, die bisher professionellen Investoren vorbehalten waren. Wer Zertifikate richtig einsetzen will, braucht aber ein Mindestmaß an Wissen über die komplizierten Produkte. Die typischen Eigenarten und die wichtigsten Produkttypen erklären wir Ihnen auf den folgenden Seiten. Inhalt: Was ist ein Zertifikat? Zertifikate in Deutschland Zertifikate und Emittentenrisiko Zertifikateratings Die Bedeutung der Volatilität Wichtige Zertifikate-Begriffe Indexzertifikate Themen- und Basketzertifikate Discountzertifikate Bonuszertfikate Expresszertifikate Garantiezertifikate Aktienanleihen Twin-Win-Zertifikate Mehr zu diesem Thema: Das Einmaleins der Zertifikate Foto: dpa

Auch aus fundamentaler Sicht kommt Unterstützung für das schwarze Gold. So erwartet die Deutsche Bank 2011 eine stärkere Nachfrage und einen Rückgang der Lagerbestände. Insbesondere der starke Schneesturm im Nordosten der USA ließ die Nachfrage nach Öl steigen. Hinzu kommen Meldungen, wonach Norwegens Öl-Vorkommen um ein Fünftel geringer sein sollen als ursprünglich prognostiziert. Dazu kommt, nach Meinung von Marktteilnehmern, die Spekulation der Börsianer auf steigende Rohstoffpreise.

Von dem Anstieg im vergangenen Jahr konnte das Oil-Strategy-Zertifikat von Vontobel (WKN: http://finanzen.handelsblatt.com/dvt_einzelkurs_uebersicht.htn?i=1501189) überproportional profitieren: Mit einem Plus von knapp 38 Prozent seit Jahresanfang 2010 war es deutlich besser als der vergleichbare WTIFuture. Allerdings müssen Anleger bei dieser Betrachtung beachten, dass Öl-Investments die Futures regelmäßig austauschen müssen. Der Grund liegt in der Konstruktion: Futures sind Terminkontrakte mit einer festen Fälligkeit, Öl-Zertifikate oftmals ohne Laufzeitbegrenzung ausgestaltet. In regelmäßigen Abständen muss der Zertifikateemittent deshalb den fällig werdenden Future durch einen neuen Kontrakt mit längerer Laufzeit ersetzen.

Im Fachjargon heißt das „Rollen“. Dabei können zwei Situationen entstehen: Der neue Future hat einen höheren Preis als der alte Kontrakt (Contango-Situation). In diesem Fall entstehen für die Anleger Rollverluste. Anders ist das, wenn der neue Future preiswerter als der alte ist (Backwardation-Situation). Dann verbuchen Investoren Rollgewinne.

Diese Automatismen versucht das Vontobel-Strategie-Zertifikat zu umgehen. Befindet sich der Öl-Future in einer Contango-Situation, wird in einen Basket aus zehn Öl-Unternehmen aus den USA und Kanada investiert. Darunter sind Exxon, Chevron und Imperial Oil. Besteht hingegen eine Backwardation-Situation, wird in den Öl-Future gewechselt. Dazu werden immer die Preise des aktuelle Futures und des 6-Monats-Futures miteinander verglichen. „Seit der Auflage des Zertifkats zeigte dieser Vergleich aber immer eine Contango-Situation, sodass konstant in den Basket investiert wurde“, schildert Heiko Geiger von Vontobel.

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