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19.08.2013

14:24 Uhr

Renditejagd

Anleger scheuen das Risiko nicht

Auf der Suche nach höheren Renditen sind Investoren bereit, höhere Risiken einzugehen. Von diesem Trend profitiert auch die Deutsche Bank, die verstärkt strukturierte Finanzprodukte auf den Markt bringen kann.

Händler an der Frankfurter Börse. Strukturierte Wertpapiere sind beliebig kombinierbar und können an das Risikoprofil angepasst werden. dpa

Händler an der Frankfurter Börse. Strukturierte Wertpapiere sind beliebig kombinierbar und können an das Risikoprofil angepasst werden.

FrankfurtDie Deutsche Bank zählt zu einer Gruppe von Banken, die vermehrt strukturierte Papiere auf der Basis nachrangiger Anleihen aus der Finanzbranche bei Investoren platzieren. Auf der Suche nach höheren Renditen sind die Käufer bereit, höhere Risiken einzugehen.

Strukturierte Papiere bestehen aus mehreren Basiswerten in Kombination mit einer derivativen Komponente. Mit strukturierten Papieren können Anleger ein eigenes Risikoprofil zusammenstellen – die Kombinationsmöglichkeiten sind schier unendlich.

Die Deutsche Bank hat nun fünfjährige Papiere über 2,5 Millionen Dollar begeben, die mit Anleihen der Crédit Agricole unterlegt sind. Gemäß von Bloomberg erfassten Daten ist es die dritte Transaktion dieser Art seit Jahresanfang.

Was 2013 aus 100.000 Euro wurde (1.Halbjahr)

Silber

62.510 Euro

Brasilianische Aktien

73.320 Euro

Gold

74.490 Euro

Russische Aktien

83.690 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

88.730 Euro

Türkische Aktien

90.210 Euro

Bundesanleihen

98.260 Euro

US-Treasuries

98.540 Euro

Sparbuch

100.032 Euro

Tagesgeld

100.930 Euro

US-Dollar

101.220 Euro

Deutsche Aktien

104.360 Euro

Öl (WTI)

105.550 Euro

Japanische Aktien

113.630 Euro

US-Aktien

115.280 Euro

Venezolanische Aktien

151.720 Euro

Im Juli war das gesamte Emissionsvolumen nachrangiger strukturierter Papiere auf 22,4 Millionen Dollar gestiegen, das höchste monatliche Volumen seit Januar 2012. Dies indiziert eine erhöhte Freude der Anleger zu risikoreicheren Anlageprodukten.

„Indem sie höhere Kreditrisiken übernehmen, können Anleger Kupons auf nachrangige Anleihen erhalten, die erheblich höher sind als bei den vorrangigen unbesicherten Bonds, die üblicherweise in strukturierten Papieren Verwendung finden”, sagte Adrian Neave, Direktor bei Gilliat Financial Solutions in London. Gilliat ist Teil von Arbuthnot Banking Group, die strukturierte Produkte auflegt.

Gilliat will im kommenden Monat strukturierte Papiere, die mit nachrangigen Anleihen unterlegt sind, auflegen. Dabei soll eine nachrangige Anleihe der Commerzbank verwendet werden.

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