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03.05.2012

14:45 Uhr

Schuldenkrise

Entspannung bei Spanien-Renditen

Die rege Nachfrage bei der Emission spanischer Staatsanleihen hat am Donnerstag für eine Entspannung am europäischen Rentenmarkt gesorgt. Allerdings sei das hoch verschuldete Land noch lange nicht über den Berg.

Die Börse in Madrid. dapd

Die Börse in Madrid.

Madrid Spanien platzierte am Vormittag Papiere im Gesamtvolumen von 2,5 Milliarden Euro. Die Emissionen waren jeweils mehrfach überzeichnet. Teilweise war die Nachfrage höher als bei den vorangegangenen Auktionen. Gleiches galt allerdings auch für die Renditen. Als Reaktion auf die Emission gingen die Renditen der bereits gehandelten zehnjährigen Titel auf 5,789 Prozent zurück. In den vergangenen Wochen hatten sie um die Marke von sechs Prozent gependelt. Die Nachfrage nach den als sicher geltenden Bundesanleihen blieb allerdings hoch.

Der Bund-Future notierte wenig verändert bei 141,68 Punkten. Der Euro kostete mit 1,3126 Dollar rund einen Drittel US-Cent weniger als zum New Yorker Vortagesschluss. "Insgesamt war die Auktion recht gut", sagte Lloyds-Zinsstratege Achilleas Georgolopoulos. "Die Zeichnungsquote war recht hoch." Offenbar könnten die spanischen Banken immer noch ausreichend für die Staatsanleihen ihres Landes mitbieten. Ein weiterer deutlicher Rendite-Rückgang sei derzeit aber nicht zu erwarten. "Das einzige, was die Situation verbessern würde, wären stärkere europäische Konjunkturdaten", fügte Georgolopoulos hinzu.

Auch sein Kollege Alessandro Giansanti von der ING bezweifelte, dass die spanischen Banken angesichts der unsicheren Haushaltslage bereit sind, auch in Zukunft in großem Stil Staatsanleihen zu kaufen. Schließlich sei derzeit nicht mit einer weiteren Billigkrediten der Europäischen Zentralbank (EZB) zu rechnen. "Der Effekt der dreijährigen Langfristkredite läuft langsam aus", betonte Giansanti. Die EZB hatte den europäischen Banken insgesamt rund eine Billion Euro zu einem Mini-Zins von einem Prozent zur Verfügung gestellt. (Reporter: Hakan Ersen, redigiert von Olaf Brenner)

Von

rtr

Kommentare (2)

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Petra

03.05.2012, 12:07 Uhr

Was sind 4,96% Rendite bei einem 90-prozentigem "Haircut"-Risiko? Scheinbar gibt es immer noch Anleger, die nichts aus Griechenland gelernt haben. Gier frisst immer noch Hirn!

HansWurst

03.05.2012, 12:39 Uhr

Nein Petra - falsch gedacht! Otto-Normal-Gier-Banker denkt hier anders: Spanien ist doch "too big to fail" - das wird die EU nie riskieren. Und deswegen werden die anderen Staaten der EU schon dafür sorgen, dass die Anleihe nicht ausfällt. Und ich mache meinen Schnitt!!! Sie, liebe Petra, müssen sich von Ihrem von Anstand geprägten Denken verabschieden und sich in die dreist und nur von knallhartem Profitdenken (koste es was es wolle und ohne Rücksicht auf gar nichts!) geprägte Denke der Banker hineinversetzen - dann kommen Sie da viel schneller drauf!

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