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10.12.2014

17:22 Uhr

Silber

Warum der Silberpreis verrückt spielt

Quelle:Börse am Sonntag

Vergangene Woche legte der Silberpreis eine Achterbahnfahrt hin. Erst tauchte er auf fast 14 US-Dollar und damit das niedrigste Niveau seit August 2009 ab. Dann schoss er wieder rasant in die Höhe. Ein Erklärungsversuch.

Große Schwankungen beim Silberpreis: Sind Spekulanten am Werk? dpa

Große Schwankungen beim Silberpreis: Sind Spekulanten am Werk?

DüsseldorfEine so große Spanne an einem Handelstag gab es beim Silberpreis schon lange nicht mehr. Betrachtet man nur den absoluten Abstand zwischen Tief und Hoch von 2,67 US-Dollar, muss man bis zum 20. Mai 2013 zurückschauen. Seinerzeit gab es eine Differenz von 3,03 US-Dollar. Prozentual betrachtet lagen zwischen Tief und Hoch am vergangenen Montag sogar fast 19 Prozent. Ein höherer Wert war zuletzt im September 2011 zu konstatieren.

Derlei Ausschläge sind selbst für das relativ schwankungsfreudige Silber nicht normal. Entsprechend verdutzt waren die Marktbeobachter und suchten nach Erklärungen. Silber vollzog in der Tendenz die Entwicklung des Goldpreises nach. Dort ging es ebenfalls zunächst abwärts, nachdem die Schweizer Goldinitiative abgelehnt wurde. Dann folgt jedoch eine massive Gegenbewegung, der sich auch Silber anschloss, wobei es sogar noch fulminanter durchstartete.

Womöglich wurden die anfangs sinkenden Kurse von konträr agierenden Marktteilnehmern als gute Kaufgelegenheit angesehen, zumal auch der Pessimismus extrem ausgeprägt war. Durch die plötzlich wieder anziehenden Kurse könnten dann diejenigen Akteure auf dem falschen Fuß erwischt worden sein, die auf weiter sinkende Preise spekulierten. Verstärkte Short-Eindeckungen könnten die Folge gewesen sein und damit zu der Rallye im Tagesverlauf maßgeblich beigetragen haben. Daher ist die kräftige Gegenbewegung am Montag nur schwer einzuordnen.

Ist sie vielleicht ein Zeichen von zunehmend erstarkenden Bullen, so dass es sich bei dem Rücksetzer am Montag vielleicht um den finalen Ausverkauf handelte, der eventuell die Basis für einen nachhaltigen Trendwechsel zementiert? Man weiß es nicht. Und wie üblich an der Börse, wird man erst hinterher schlauer sein. Zumindest kurzfristig für weiter anziehende Kurse sprechen könnte nach Meinung von Charttechnikern jedoch, wenn es gelingt die Hürde bei 16,64 US-Dollar nachhaltig zu knacken.

TypWKNBasispreis/Knock-outLaufzeitHebel
IndexzertifikatVT1FCG-open end-
Hebel-Zertifikat (long)VZ6RBU12,38/12,58 US-Dollaropen end3,49
Hebel-Zertifikat (short)VZ5TU220,47/20,08 US-Dollaropen end4,74

Kommentare (2)

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10.12.2014, 17:58 Uhr

Alle Preise über 5 US$ für Silber sind überhöht.
Wie auch alle Preise für Gold über 800 US$ reine Verschwendung sind.

Nicht nur wegen mangelnder Verzinsung sondern vor allem wegen des Charakters als Belanglosigkeit.
Vielleicht ein wenig Industrie noch bei Silber, etwas Schmuck bei Gold, zeigen sich dort völlige Nutzlosigkeit, denn wie schon oft wird nach Hortung im großen Stile das Zeugs für nicht handelbar erklärt, enteignet oder entwertet.

Herr wulff baer

10.12.2014, 19:29 Uhr

Preisgrenzen von Andersen kompletter Quatsch.
Edelmetalle werden niemals unter Herstellungskosten fallen.
Ungedecktes Papiergeld wie Dollar oder die Pleitiers-Währung wie der Euro dagegen schon.

Auch angesichts der kommenden Finanzcrashs sind auch die um 100% überbewerteten Dax-Papiere nicht sicher.

Heutzutage ist nur die Rezession, Deflation und später die Inflation sicher.

Wie hat doch neulich der Vater aller Blasen. Alan der Grünspanige in einem Wallstreet-Journal-Interview gesagt:

"Alle Finanz-Vehikel wie QEs und der Ankauf von Staatsanleihen haben nichts gebracht, außer einer Erhöhung der Asset-Preise. Ebenso wurde kein neuer Arbeitsplatz geschaffen.
Gold (physisch) dagegen ist wieder zu empfehlen, da sich das Metall den Repressalien des Staates entzieht". (Zitat Ende).

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