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08.05.2012

13:28 Uhr

Spielbank, Pferde, Internet

Das Glücksspiel verführt die Massen

VonChristian Schnell

Das Glücksspiel ist ein florierendes Geschäft in Deutschland. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung besucht Spielbanken, wettet auf Rennpferde oder pokert im Internet. Auch am Aktienmarkt kann man darauf setzen.

Rund 25 Milliarden Euro geben die Deutschen pro Jahr fürs Glücksspiel aus. dpa

Rund 25 Milliarden Euro geben die Deutschen pro Jahr fürs Glücksspiel aus.

Es ist ein geflügeltes Wort unter Spekulanten an der Börse: „Da kann man gleich in die Spielbank gehen“, lautet der Standardsatz, wenn eine Anlage als besonders spekulativ eingeschätzt wird. Die Spielbank ist für viele Deutsche ein Synonym für höchstes Risiko, aber auch für höchste Gewinnchancen.

Eines vorweg: Wer auf Glücksspiel setzt, der kann dies auch am Aktienmarkt tun. Einige Anbieter sind sogar börsengelistet. Die österreichische BWin ist die bekannteste Adresse, nicht nur, weil das Logo die Brust der Kicker von Real Madrid ziert. Die US-Bank Morgan Stanley hat das Kursziel für die in London notierte Aktie gerade erst angehoben.

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Die beiden deutschen Vertreter an der Börse, der Lotto-Anbieter Tipp24 und der Glücksspiel-Betreiber Jaxx stehen bei Analysten ebenfalls hoch im Kurs. Sieben von sieben Experten empfehlen laut dem Informationsdienst Bloomberg die Aktie zum Kauf. Mehr geht nicht. Und die Jaxx-Aktie hat sich gerade in den vergangenen Wochen prächtig erholt. Einziger Nachteil zum echten Glücksspiel: Bei Aktien müssen die Gewinne versteuert werden, die aus der Spielbank nicht.

Die etablierten staatlichen Spielbanken finden sich zumeist in Kurstädten wie Baden-Baden, Bad Wiessee oder Wiesbaden. Ein gediegenes, oft etwas älteres Publikum verkehrt dort ebenso wie Spielernaturen. Vereinzelt sollen auch immer wieder Profi-Fußballer dort zu sehen sein, berichten die Angestellten.

Kommentare (1)

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agaco.de

08.05.2012, 17:07 Uhr

Der Umsatz auf deutsche Pferderennen sind keine "Rund 100 Millionen Euro", sondern lediglich 61,3 Millionen. Weltweit sind es allerdings über 84 Milliarden Euro!
(Quelle: www.agaco.de/marktdaten)

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