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08.11.2013

06:18 Uhr

Stabiles Investment

Wow! Luxus geht immer

VonMatthias von Arnim

Die Aktien der Luxusgüter-Unternehmen sind ebenso gefragt wie ihre Produkte. Langfristig sind diese Papiere eine gute Investition. Doch Anleger sollten auf das richtige Timing achten.

Luxus-Handtasche mit veredeltem Vierbeiner: Wer auf Luxus steht, muss nicht unbedingt Handtaschen kaufen. Auch Luxus-Aktien sind ein lohnendes Investment. Getty Images

Luxus-Handtasche mit veredeltem Vierbeiner: Wer auf Luxus steht, muss nicht unbedingt Handtaschen kaufen. Auch Luxus-Aktien sind ein lohnendes Investment.

DüsseldorfHandtaschen sind ein praktisches Transportmittel für Accessoires, die frau mit sich herumträgt. Denkt man. Frau denkt oft anders: Handtaschen sind nicht nur schickes Accessoire, sondern auch Sehnsuchtsobjekte. In Asien sogar noch mehr als in Europa.

Was es bedeutet, wenn Sehnsüchte einmal nicht sofort erfüllt werden können, bekam das Modelabel Louis Vuitton in den vergangenen Monaten zu spüren, als das neue Modell Capucines MM nicht in ausreichender Stückzahl nach Japan geliefert werden konnte. Die in schlichtem Design gehaltene Leder-Handtasche wurde im Juni auf den Markt gebracht und kurz darauf am Arm von Angelina Jolie gesichtet.

Seitdem ist die Capucines ein Kultobjekt. Aber leider kaum verfügbar. Für das Täschchen, das in Europa 3700 und in Japan umgerechnet rund 4300 Euro kostet, existieren Wartelisten. Für die Modemarke Louis Vuitton ist das zwar ein Kompliment.

Was Kunden, Banker und Regierung tun sollten

Handlungsempfehlung für Kunden

Was müssen Privatkunden beachten, damit sie sich für das richtige das richtige Finanzprodukt abschliessen? Elf Vorschläge von Julius Reiter, Professor für Banking & Finance an der FOM-Hochschule für Oekonomie und Management und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht in der Kanzlei Baum Reiter & Collegen in Düsseldorf.

Verbesserung des Finanzproduktverständnisses

Kunden müssen alle Konsequenzen im Rahmen eines Finanzgeschäfts beurteilen können. Ist dies nicht gegeben, sollten sie auf den Vertragsabschluss verzichten.

Überprüfung der Vertragsdetails

Kunden profitieren bei der Auswahl des geeigneten Finanzprodukts von einer kritischen Prüfung des Vertragswerks. Kunden gewinnen langfristig, wenn sie neben den Chancen und Risiken auch die Gebührenstruktur eines Finanzprodukts kritisch beim Erwerb hinterfragen.

Umgang mit persönlichen Daten

Kunden sollten kritisch hinterfragen, welche Informationen sie dem Finanzberater preisgeben. Weiterhin sollten sie den Umgang mit ihren persönlichen Daten, insbesondere im Internet, restriktiv handhaben. Öffentlich zugängliche personenbezogene Daten können von der Finanzbranche strategisch und in der Beratung verkaufspsychologisch genutzt werden.

Handlungsempfehlung für Banken

Banken sollten für eine erfolgreiches wirtschaften folgende Ratschläge beachten.

Suchmaschinenoptimierung

Suchmaschinen sind im Kaufentscheidungsprozess für Bankkunden eine wichtige Informationsquelle. Eine Suchmaschinenoptimierung erscheint erforderlich, um Kunden entsprechende Informationen zur Verfügung stellen zu können.

Abstimmung des Filial- und Internetangebots

Banken profitieren von einem auf das Kundenbedürfnis ausgerichteten Angebot im Internet. Die Optimierung des Vertriebsweges Internet bei gleichzeitiger Abstimmung mit lokalen Angeboten erscheint sinnvoll.

Optimierung der Vergütungsstruktur

Die Gruppe der Selbstentscheider und der Online-Käufer wächst. 25% der Kunden lassen sich in Banken und bei Finanzdienstleistern beraten, kaufen aber die Finanzprodukte im Anschluss online. Dies steht im Zusammenhang mit gestörtem Vertrauen in die Unabhängigkeit und Kompetenz der Finanzberatung. Entlohnungssysteme im Rahmen der Beratung sollten überprüft und die Qualität der Beratung gegenüber den Kunden deutlicher herausgestellt werden.

Handlungsempfehlung für Gesetzgeber

Juristen sollten die sich nachfolgenden Tipps zu Herzen nehmen.

Reduzierung Vertragskomplexität bei Finanzprodukten

Die Transparenz bei Finanzprodukten ist nicht gegeben. Die Komplexität sollte reduziert und die Transparenz, insbesondere in Bezug auf Kosten und Provisionen, muss erhöht werden. Bei gesetzlicher Verpflichtung der Anbieter zur Offenlegung aller Kosten einer Kapitalanlage in Euro und Cent könnte der Anleger unter Berücksichtigung dieser Kosten von sich aus prüfen, welcher absolute Betrag seiner Anlagesumme überhaupt in die Substanz des Produktes fließt und wie viel „weiche Kosten“ keinem Gegenwert entsprechen.

Unabhängige Beratung fördern

Der Trend zum Selbstentscheider und Online-Kauf bei Finanzprodukten nimmt zu. Dies steht im Zusammenhang mit dem Vertrauensverlust in die Finanzberatung. Ein Fünftel der Befragten kann sich unter Honorarberatung, also unabhängiger Beratung ohne Provisionsvergütung, nichts vorstellen. Es sollte durch den Gesetzgeber ein Berufsbild des Honorarberaters mit qualifizierter Berater-Ausbildung und verbindlichen Qualifikationsanforderungen etabliert werden. Die Verpflichtung für Anbieter, Finanzprodukte als Alternativangebot mit provisionsfreien Nettotarifen anzubieten, könnte den Markt für unabhängige Beratung fördern.

Finanzbildung

Die Finanzbildung sollte als fester Bestandteil in die Schulausbildung integriert werden.

Für den Mutter-Konzern Louis Vuitton Moët Hennessy, kurz LVMH, bedeutet es aber, dass geplante Umsätze im dritten Quartal fehlen. „LVMH hat nicht zuletzt wegen dieses Sondereffekts seine Wachstumsprognose in der Mode- und Lederwarensparte für die ersten neun Monate korrigieren müssen“, sagt Tom Weber von der Capitell Vermögens-Management AG.

LVMH legte am 15. Oktober seine Unternehmensergebnisse für das dritte Quartal 2013 vor. In einer ersten Reaktion lösten die Zahlen am Aktienmarkt Enttäuschungen aus. Die Quittung war ein Kursrutsch der Aktie um sechs Prozent an einem einzigen Tag. „Die Enttäuschungen der Analysten über die Entwicklung im Bereich Leder- und Modeprodukte waren zwar berechtigt. Doch LVMH produziert eben nicht nur Handtaschen.

Die überraschend gute Geschäftsentwicklung mit Wein und Spirituosen beispielsweise wurde kaum zur Kenntnis genommen“, ergänzt Tom Weber. „Wir sehen deshalb auch keinen Anlass, die Gewinnprognosen des Konzerns für das Gesamtjahr in Frage zu stellen.

Kommentare (1)

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Blutsauger-SPD

08.11.2013, 10:09 Uhr

Etwas Luxus muss eben sein, das geht nicht anders.

Mein Hund ist zwar ein Rehpinscher, aber er passt auch in den Rucksack. Und seitdem der Chef der Deutschen Bank Rucksack trägt, kann man auch als Geschäftsmann einen Rucksack tragen.

außerdem ist Luxus nicht immer gleich Luxus. Oft sind gewisse Produkte einfach auch mega gut in der Qualität, die man sich für laaange Zeit dann kauft und seine Freude hat.

- handmade Schuhe
- Messer Set von Zwillig
- Mont Blanc Schreibgeräte
- Lands End Klamotten

Eine Partnerin aus Persien


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