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26.09.2011

12:08 Uhr

Studie

Goldman Sachs ist bester Derivate-Anbieter

Die Emittenten von Zertifikaten sind kundenfreundlicher geworden: Mit mehr Transparenz wollen sie laut einer Studie das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen. Spitzenreiter ist erneut die US-Investmentbank Goldman Sachs.

Schneidet in der Studie am besten ab: Goldman Sachs. Reuters

Schneidet in der Studie am besten ab: Goldman Sachs.

FrankfurtDer Kundenservice der Derivateanbieter hat sich einer Studie zufolge in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. „Produkttransparenz, Informationsqualität und Anlegeranfragen sind stärker in den Fokus der Emittenten gerückt“, sagte Stefan Naumann von der Hamburger Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting am Montag. „Die Emittenten haben offenbar erkannt, dass diese Themen eine wichtige Rolle dabei spielen, das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.“ Steria Mummert hat 32 Emittenten untersucht. Dabei erreichten die Banken im Schnitt 69 von 100 möglichen Punkten, 2007 waren es nur rund 44 Punkte gewesen. Am besten hat in der aktuellen Studie Goldman Sachs mit 88 Punkten abgeschnitten. Damit hat das Institut zum fünften Mal in Folge den Spitzenplatz belegt. Dahinter folgen HSBC Trinkaus und die DZ Bank mit jeweils 87 Punkten.

„Insgesamt ist die Schere zwischen den besten und den schlechtesten Anbietern zuletzt weiter geworden“, sagte Naumann. Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat sich Macquarie am stärksten verbessert und ist damit vom Mittelfeld in das obere Drittel vorgerückt. Auch Morgan Stanley , Barclays Capital, Vontobel , BNP Paribas und die Commerzbank haben in diesem Jahr deutlich höhere Punktzahlen erzielt als 2010. Dagegen haben sich die WestLB deutlich und die Deutsche Bank leicht verschlechtert.

Steria Mummert hat von März bis August 2011 zwei Kategorien untersucht: Um die Onlinepräsenz und Produkttransparenz bewerten zu können, haben die Berater die Internetseiten unter die Lupe genommen. Dabei haben sie unter anderem darauf geachtet, wie leicht Anleger für sie passende Produkte auswählen können, ob Szenario- oder Simulationsrechner verfügbar sind und wie umfangreich und verständlich Prospekte sind. Um die Servicequalität bei Kundenanfragen zu testen, haben die Berater sich selbst als Anleger ausgegeben und Anfragen per Email und Telefon gestellt.

„Vor allem bei den Kundenanfragen haben sich die Emittenten deutlich verbessert“, sagte Naumann. In dieser Kategorie reichen viele Emittenten nahe an die bestmögliche Wertung von 40 Punkten heran - allen voran HSBC Trinkaus mit 38 Punkten sowie die DZ Bank und Landesbank Berlin mit jeweils 37 Punkten. „Bei den Internetauftritten besteht dagegen noch mehr Verbesserungspotenzial“, sagte Naumann. Von maximal 60 Punkten erreichten die Bestplatzierten dieser Kategorie Goldman Sachs und Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) je 52 Punkte, die DZ Bank kam auf rund 50 Punkte. Naumann begründet das insgesamt bessere Abschneiden bei den Kundenanfragen damit, dass die Emittenten Verbesserungen in diesem Bereich leichter umsetzen könnten als bei Internetauftritten. „Bei den Internetseiten sind sie in der Regel an Konzernvorgaben gebunden.“ Trotz der guten Bewertungen vieler Emittenten bei Kundenanfragen gibt es Naumann zufolge nach wie vor Schwachstellen. „Einige Emittenten antworten gar nicht oder verweisen lediglich auf ihre Internetseiten oder die Hausbanken der Anleger“, sagte er. Da sich immer mehr Anleger selbst informieren wollten, sei das unverständlich. „Viele Emittenten lassen dadurch Geschäftspotenzial ungenutzt.

 

Von

rtr

Kommentare (1)

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Petra

26.09.2011, 14:41 Uhr

Zertifikate sind Wetten gegen die Bank (die immer gewinnt), wobei diese den Wetteinsatz sofort zu 100% erhält, keine Sicherheiten bietet, die Wettregeln ändern und sogar die Wette vorzeit beenden kann!
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