Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.04.2014

16:50 Uhr

Suez-Aktie

Klassischer Fall für die Charttechnik

VonJürgen Röder

GDF Suez hat großes Kurspotenzial – so jedenfalls sehen es die Charttechniker. Die Talfahrt der vergangen sechs Monate sei beendet. Was Sie beim Einstieg in den französischen Gas- und Stromkonzern beachten sollten.

GDF Suez ist einer der weltweit führenden Energieversorger. ap

GDF Suez ist einer der weltweit führenden Energieversorger.

DüsseldorfAnhand der Aktie des französischen Gas- und Stromkonzerns GDF Suez lassen sich Grundlagen der Charttechnik erklären. „Zwei Voraussetzungen müssen aus technischer Sicht für eine nachhaltige Wende zum Besseren erfüllt sein“, erläutert der technische Analyst Jörg Scherer.

Zum einen der Bruch eines übergeordneten Abwärtstrends und zum zweiten die Ausbildung einer unteren Umkehrformation. „Hinter beiden Forderungen können Anleger mittlerweile bei der GDF Suez-Aktie einen Haken setzen“, meint Scherer.

So gelang dem Versorger jüngst nicht nur der Sprung über den seit Sommer 2008 bestehenden Baissetrend, der aktuell bei 18,54 Euro liegt, sondern auch der Abschluss einer inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Dabei handelt es sich um eine charttechnische Trendumkehrformation, die steigende Kurse nach einem Abwärtstrend ankündigt.

Sie besteht aus einem ersten Tief (linke Schulter), einem zweiten Tief (Kopf) und einem dritten Tiefpunkt (rechte Schulter), welcher etwa die Höhe des ersten Tiefs haben sollte. Überwindet der Chart dann die sogenannte Nackenlinie, ist aus Sicht der Charttechnik der Weg für höhere Kurse frei. Das Risiko eines Fehlausbruchs auf der Oberseite wird dabei durch die bestehenden Kaufsignale einiger technischer Trendfolger minimiert.

Begriffe aus der Charttechnik

Widerstand- und Unterstützungslinien

Kann der Kursverlauf mehrmals einen bestimmten Kurs nicht überwinden entsteht eine Widerstandslinie. Wird der Widerstand durchbrochen entsteht ein Kaufsignal. Wird ein bestimmter Kurs mehrmals erreicht und nicht unterschritten, entwickelt sich eine Unterstützungslinie. Wird die Unterstützung durchbrochen, entsteht ein Verkaufssignal.

Auf- und Abwärtstrend

Ein Trend gibt die grundsätzliche Richtung eines Kursverlaufs an. Er wird bei steigenden Kursen als Aufwärtstrend, bei gleich bleibenden Kursen als Seitwärtstrend und bei fallenden Kursen als Abwärtstrend bezeichnet. Trends besitzen eine unterschiedliche Dauer. Zu unterscheiden sind hier der Primärtrend (langfristig), der Sekundärtrend (mittelfristig) und der Tertiärtrend (kurzfristig). Kann zusätzlich zur unteren Trendlinie eine parallele obere Trendlinie gezogen werden, entsteht ein Trendkanal.

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnittslinien dienen der Kursglättung. Zu Bestimmung der Durchschnitte werden die Kurse für einen festen Zeitraum addiert und durch die Anzahl der Tage geteilt. Gängige Durchschnitte sind die 38-, 100- und 200-Tage-Linie. Je länger der gewählte Zeitraum ist, umso „glatter“ verlaufen die Durchschnittslinien.

Rein rechnerisch lässt sich aus der angeführten unteren Umkehr ein kalkulatorisches Kursziel von rund 25 Euro ableiten, meint der Analyst der Düsseldorfer Bank HSBC Trinkaus & Burkhardt. Ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg in diese Kursregion stelle der Widerstandsbereich aus den Tiefs der Jahre 2008, 2009 und 2010 dar: Diese Marke liegt zwischen 22 Euro und 22,71 Euro.

Neben dem Direktinvestment in die Aktie können konservativ eingestellte Anleger auch mit einem Bonuszertifikat in die Suez-Aktie einsteigen. Der Clou an der Sache: Ein Bonusprodukt der Commerzbank (WKN CB6B4T) hat eine Schwelle von 14 Euro, die knapp unter dem bisherigen Allzeittief liegt.

Falls die untere Schwelle des Bonuszertifikates während der gesamten Laufzeit nie gerissen wird, entstehen keine Verluste und der Anleger erzielt mindestens eine Bonusrendite. Die liegt zwar nur bei etwas mehr als drei Prozent. Im Gegenzug profitieren Anleger von Kurssteigerungen genauso wie beim Kauf der Aktie. Das Zertifikat hat eine Laufzeit bis Ende des Jahres.

Spekulativ eingestellte Investoren können auch mit einen Faktorzertifikat investieren. Das entsprechende Produkt der Commerzbank (WKN CZ6VJT) hebelt Gewinne und Verluste mit einem vierfachen Hebel.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×