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19.02.2014

16:17 Uhr

S&P 500

Konsolidierungsphase ausnutzen

Quelle:Börse am Sonntag

Der wichtigste amerikanische Index, der S&P 500, notiert derzeit nur knapp unter seinem Allzeithoch. Als Folge sind US-Aktien kein Schnäppchen mehr. Anleger können aber auch preiswerter in den Aktienmarkt einsteigen.

Anleger, die nicht mehr offensiv auf steigende Aktienkurse setzen wollen, können Discount-Zertifikate auf den S&P 500 mit attraktiven Chance-Risiko-Profil nutzen. AFP

Anleger, die nicht mehr offensiv auf steigende Aktienkurse setzen wollen, können Discount-Zertifikate auf den S&P 500 mit attraktiven Chance-Risiko-Profil nutzen.

DüsseldorfFür das Jahr 2014 erwarten Experten nicht nur in Europa sondern auch in den USA eine weitere konjunkturelle Erholung. Der Immobiliensektor, einst Auslöser der Finanzkrise, hat sich wieder belebt. Auch von Seiten des Arbeitsmarktes gibt es Anzeichen der Entspannung. Viele Experten gehen davon aus, dass im laufenden Jahr noch nicht mit Zinserhöhungen zu rechnen sein wird, selbst wenn die Arbeitslosigkeit noch weiter sinkt, da von der Inflationsseite keine Gefahr droht.

So funktionieren Optionsscheine

Was ist ein Optionsschein?

Ein Optionsschein ist das verbriefte Recht, einen Basiswert (eine Aktie, einen Index, eine Anleihe oder auch Rohstoffe) zu einem bestimmten Zeitpunkt und zu einem bestimmten Preis (Basispreis) zu kaufen oder zu verkaufen.

Was ist der Unterschied zwischen Put und Call?

Ein Put Optionsschein berechtigt zum Verkauf eines Basiswertes, ein Call Optionsschein berechtigt zum Kauf.

Muss ich am Ende tatsächlich kaufen oder verkaufen?

Grundsätzlich gibt es zwei Ausübungsvarianten: amerikanisch und europäisch. Bei der amerikanischen Variante berechtigt der Optionsschein zum Kauf oder Verkauf des Basiswertes innerhalb einer bestimmten Laufzeit. Bei der europäischen Variante darf am Ende der Laufzeit ge- oder verkauft werden. Der Anleger kann den Optionsschein aber auch verfallen lassen.

Wer verkauft Optionsscheine?

Die Optionsscheine werden von Banken und Brokern emittiert. Geht dieses Unternehmen Pleite, kann auch der Optionsschein verloren sein. Man spricht deshalb von einem Emittentenrisiko.

Wechseln die Basiswerte tatsächlich den Besitzer?

Tatsächlich sehen die meisten Optionsscheine gar keinen physischen Kauf oder Verkauf der Basiswerte vor. Stattdessen erfolgt beim Ausüben des Optionsscheins ein Barausgleich, der sich nach der Differenz zwischen aktuellem Kurs und Basispreis richtet.

Optionsscheine sind Hebelprodukte, was bedeutet das?

Die Hebelwirkung besteht darin, dass Optionsscheine überproportional auf die Veränderung des zugrunde liegenden Basiswertes reagieren. Im Vergleich zu einem Direktinvestment ist also ein deutlich geringerer Kapitaleinsatz notwendig. Der Hebel wirkt jedoch in beide Richtungen. Hat der Anleger zum Beispiel auf fallende Kurse gesetzt und der Basiswert geht aufwärts, verliert der Optionsschein schneller an Wert als das bei einem Direktinvestment der Fall wäre. Wer mit Optionsscheinen spekulieren will, geht also ein großes Risiko ein.

Was ist der innere Wert der Optionsscheins?

Der innere Wert ergibt sich aus der Differenz zwischen dem aktuellen Kurs des Basiswertes und dem Basispreis.

Was ist der Zeitwert des Optionsscheins?

Der Zeitwert wird unter anderem von der Restlaufzeit des Optionsscheins und der Volatilität beeinflusst.

Wie viele Optionsscheine brauche ich?

Angenommen, ein Anleger möchte die Dax-Werte in seinem Depot absichern. Er hat 10.000 Euro in den Dax investiert und der Index steht bei 9000 Punkten. Das Bezugsverhältnis liegt beim Dax üblicherweise bei 0,01 (oder auch 1:100 geschrieben). Um das Depot zum Basispreis von 9000 Punkten abzusichern, müsste der Anleger wie folgt rechnen: 10.000/9000 x (1/0,01) = 112. Er müsste also 112 Optionsscheine kaufen.

Wie viel kostet die Absicherung?

Der Preis richtet sich nach der benötigten Menge der Optionsscheine. Im Beispiel oben ergibt sich bei 112 Optionsscheinen und einem Preis von je fünf Euro ein Gesamtpreis von insgesamt 560 Euro. Hinzu kommen noch Kaufgebühren des Emittenten.

Wie wird der Break Even berechnet?

Break Even wird der Kurs genannt, bei dem der Gewinn, den der Anleger am Ende der Laufzeit durch den Put Optionsschein macht, genau den Kosten entspricht, die er für die Absicherung aufwenden musste. Grob lässt sich das so berechnen: Basispreis – (Preis des Optionsscheins/Bezugsverhältnis) = Break Even. Im Beispiel oben also: 9000 – (5/0,01) = 8500.

Kann ich den Optionsschein zwischenzeitlich verkaufen?

Optionsscheine werden ebenso an der Börse gehandelt wie beispielsweise Aktien. Der Kunde erteilt zum Kauf eines Optionsschein einfach einen Wertpapierkauf- oder verkaufsauftrag.

Im laufenden Jahr ist eine Wachstumsrate von knapp drei Prozent für die US-amerikanische Wirtschaft im Bereich des Möglichen. Etwas Wasser in den Wein hatten die Anfang Februar bekannt gegebenen Zahlen des Einkaufsmanager-Index für die Industrie gemischt. Der Frühindikator ist von 56,5 auf 51,3 Punkte zurückgekommen. Erwartet wurde nur ein geringfügigerer Rückgang auf 56 Punkte. Anleger müssen bedenken, dass der S&P-500 im Jahr 2013 um knapp 30 Prozent gestiegen ist, die Gewinnsteigerung der Unternehmen lag allerdings deutlich unter den teilweise zu Jahresanfang 2013 erwarteten zehn bis zwölf Prozent.

Die Experten der Fiduka haben zum Jahresbeginn für das Kurs-Buch-Verhältnis US-amerikanischer Aktien einen Wert von 2,6 errechnet. Der langjährige Schnitt liegt bei 2,9. Vor diesem Hintergrund lässt sich feststellen, dass US-Aktien keine Schnäppchen, aber auch nicht überteuert sind. Allerdings ergibt sich durch die höheren Bewertungen auch die Gefahr, dass Aktien anfälliger für schlechte Nachrichten sind.

Per saldo spricht vieles dafür, dass die Aktienmärkte auch in den USA schwankungsanfälliger werden. Anleger, die Discount-Zertifikate nutzen, können von dieser Situation eher profitieren als Anleger, die weiter auf einen deutlichen Anstieg des S&P 500 setzen.

Fazit: Mit einem Discount-Zertifikat der Société Générale profitieren Investoren bereits bei einer Seitwärtsbewegung und leicht fallenden Kursen des S&P 500 (WKN: SG4MCT). Der Cap liegt bei einem Indexstand von 1.800 Punkten, der Bewertungstag ist der 19 September 2014.

Gegenwärtig notiert der Index bei rund 1840 Punkten. Das Zertifikat kann aktuell zu 17,30 Euro erworben werden, der maximale Auszahlungsbetrag ist auf 18 Euro begrenzt. Dies entspricht einem Hundertstel der Kursobergrenze. Notiert der Index zum Laufzeitende unter 1.800 Punkten, erhalten Anleger ein Hundertstel des Index-Standes ausgezahlt. Der maximale Auszahlungsbetrag entspricht einer Jahresrendite von aktuell 6,8 Prozent. Das Discount-Zertifikat ist währungsgeschützt, so dass der Wechselkurs von Euro zum US-Dollar keinen Einfluss auf den Preis des Zertifikats hat.

Von

BaS

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