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23.12.2014

18:08 Uhr

Technische Analyse

Die Lieblinge der Charttechniker

VonJürgen Röder

Abseits von Dax und Dow Jones können sich Investments in kleinere Indizes oder Nebenwerte lohnen. Handelsblatt Online hat vier technische Analysten nach ihren Lieblingswerten befragt. Und interessante Antworten erhalten.

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Düsseldorf„Ich sage nur China, China, China!“ Mit diesem Satz wurde der damalige Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger berühmt. Und diesen Satz kann Jörg Scherer, technischer Analyst der Düsseldorf Bank HSBC Trinkaus, nur unterstreichen. Natürlich bezogen auf den chinesischen Aktienmarkt. „Nach Jahren der Dürre könnte China wieder erblühen“, meint er.

Denn aus charttechnischer Sicht hat der Index Shanghai Composite gute Aussichten auf weitere Kursgewinne. Dieses Börsenbarometer ist der wichtigste Aktienindex auf dem Festland der Volksrepublik China. Er umfasst alle an der Börse Shanghai Stock Exchange gelisteten Unternehmen.

Begriffe aus der Charttechnik

Widerstand- und Unterstützungslinien

Kann der Kursverlauf mehrmals einen bestimmten Kurs nicht überwinden entsteht eine Widerstandslinie. Wird der Widerstand durchbrochen entsteht ein Kaufsignal. Wird ein bestimmter Kurs mehrmals erreicht und nicht unterschritten, entwickelt sich eine Unterstützungslinie. Wird die Unterstützung durchbrochen, entsteht ein Verkaufssignal.

Auf- und Abwärtstrend

Ein Trend gibt die grundsätzliche Richtung eines Kursverlaufs an. Er wird bei steigenden Kursen als Aufwärtstrend, bei gleich bleibenden Kursen als Seitwärtstrend und bei fallenden Kursen als Abwärtstrend bezeichnet. Trends besitzen eine unterschiedliche Dauer. Zu unterscheiden sind hier der Primärtrend (langfristig), der Sekundärtrend (mittelfristig) und der Tertiärtrend (kurzfristig). Kann zusätzlich zur unteren Trendlinie eine parallele obere Trendlinie gezogen werden, entsteht ein Trendkanal.

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnittslinien dienen der Kursglättung. Zu Bestimmung der Durchschnitte werden die Kurse für einen festen Zeitraum addiert und durch die Anzahl der Tage geteilt. Gängige Durchschnitte sind die 38-, 100- und 200-Tage-Linie. Je länger der gewählte Zeitraum ist, umso „glatter“ verlaufen die Durchschnittslinien.

Ein Wiedersehen mit dem Hoch vom August 2009 bei 3.478 Punkten ist für ihn fast schon eine „Pflichtaufgabe“. Darüber ist aus charttechnischer Sicht sogar der Weg frei, um das Allzeithoch aus dem Jahr 2007 bei 6.124 Punkten ins Visier zu nehmen. „Dies allerdings bei einem Zeitraum von zwei bei drei Jahren“, meint Scherer.

Seit 1996 weist dieser Aktienindex einen Aufwärtstrend auf, der zuletzt 2005 und 2014 getestet wurde. Das heißt: Der Index hat die aufwärts gerichtete Trendlinie berührt und danach wieder höhere Kurse erreicht. Seine mittelfristige Korrektur hat der Shanghai Composite beendet und diese abwärts gerichtete Trendlinie von unten nach oben durchbrochen.

Für Scherer ist weiterhin interessant, dass technische und fundamentale Faktoren für den chinesischen Aktienmarkt sprechen. Denn seit dem 17. November haben Anleger aus der ganzen Welt direkten Zugang. Der Handelspakt zwischen den Aktienmärkten in Hongkong und Schanghai ermöglicht es, in Schanghai notierte Aktien über die Hongkonger Börse zu kaufen und umgekehrt. „Vielleicht sind das ja die besonders lukrativen Gelegenheiten“, meint der HSBC-Analyst.

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