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23.03.2006

20:34 Uhr

Umsatzrekord angepeilt

Analysten sehen bei BMW Aufwärtspotenzial

VonMarkus Fasse

Rekordabsatz eingefahren, Rekordgewinn versprochen: Der BMW-Konzern will im laufenden Jahr ein Vorsteuerergebnis von vier Milliarden Euro erwirtschaften, das sind rund 22 Prozent mehr als im abgelaufenen Jahr. „Damit soll das laufende Jahr das beste in der Unternehmensgeschichte werden“, sagte BMW-Chef Helmut Panke vergangene Woche auf der Bilanzpressekonferenz in München.

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HB DÜSSELDORF. Die frühe Festlegung auf ein Ergebnisziel ist unüblich für BMW, Panke war im vergangenen Jahr mit Prognosen überaus vorsichtig. 2005 hat der Konzern mit den Marken BMW, Rolls-Royce und Mini seinen Absatz um 9,9 Prozent auf 1,3 Mill. Autos gesteigert. Der Vorsteuergewinn hingegen fiel mit knapp 3,3 Mrd. Euro gut acht Prozent niedriger aus als 2004. Dass BMW sich jetzt dennoch auf eine Ergebnisprognose zu Beginn des Jahres einlässt, begründet Panke mit den Erwartungen der Finanzmärkte, die BMW-Aktie wäre sonst wohl abgestraft worden.

Die Euphorie über das angestrebte Rekordergebnis hält jedoch nur auf den ersten Blick stand. Denn während im vergangenen Jahr die Optionsverpflichtungen auf ein Aktienpaket des Triebwerksherstellers Rolls-Royce das Vorsteuerergebnis mit rund 350 Millionen Euro belastet haben, wird im laufenden Jahr dasselbe Aktienpaket das Ergebnis um 350 Mill. Euro verbessern – BMW hat einen Großteil der Aktien im ersten Quartal verkauft. Saldiert ergibt dies fast eine Ergebnisverbesserung in Höhe der angekündigten 700 Mill. Euro. „Clever kommuniziert, würde ich sagen“, fasste HVB-Analyst Georg Stürzer das Manöver zusammen.

Ein weiterer äußerer Umstand dürfte BMW bei der Erreichung des Ziels helfen. Während im vergangenen Jahr Währungs- und Rohstoffkosten mit einer Milliarde Euro auf das Ergebnis gedrückt haben, „werden diese Effekte weniger stark wirken als im Vorjahr“, sagte Panke, ohne weitere Zahlen zu nennen. Zudem sollen Absatzwachstum und ein besserer Produktmix das Ergebnis beflügeln.

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