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06.06.2011

12:24 Uhr

Xicor

Startup gründet Plattform für Wunschderivate

Zugang zu maßgeschneiderten Zertifikaten und Optionsscheinen: Das verspricht ein deutsches Startup-Unternehmen seinen Anlegern. Die Software soll in drei Ländern auf den Markt kommen.

Die Deutsche Börse in Frankfurt. Quelle: dapd

Die Deutsche Börse in Frankfurt.

ZürichDas deutsche Startup-Unternehmen Xicor will Anlegern über eine zentrale Plattform Zugang zu maßgeschneiderten Zertifikaten und Optionsscheinen verschiedener Emittenten verschaffen. "Die Plattform ist fertig gebaut", sagte Xicor-Gründer Philipp Kalb am Montag zu Reuters. Über die Software sollen Anleger Derivate vergleichen und handeln können. Sie soll in Deutschland, der Schweiz und in Asien auf den Markt kommen.

In der Schweiz tritt das Berliner Unternehmen damit in Konkurrenz zu einem ähnlich ausgerichteten Projekt des Finanzdatenanbieters Derivative Partners (DP). Beide Unternehmen bemühen sich derzeit, möglichst viele Emittenten für ihre Projekte zu gewinnen.

Statt aus dem bestehenden Angebot an strukturierten Produkten auszuwählen, können Vermögensverwalter in der Schweiz und Deutschland für ihre Kunden bei einigen Emittenten per Mausklick strukturierte Produkte selbst konstruieren. Dazu können sie aus einem Baukasten die Art der Struktur, den Basiswert, die Laufzeit, die Zielrendite und ähnliche Parameter auswählen. In der Schweiz bieten inzwischen sieben Banken entsprechende Dienstleistungen an, darunter Vontobel mit dem System Deritrade oder die UBS mit ihrem Equity Investor. Weitere Institute arbeiten daran. Kunden, welche die verschiedenen Angebote vergleichen wollen, müssen bislang die unterschiedlichen Programme der einzelnen Anbieter nutzen. Dieser Aufwand ist vielen Vermögensverwaltern zu groß.

Xicor verhandele mit der Derivatebörse Scoach über eine mögliche Zusammenarbeit, sagte Kalb, der bis März 2011 bei der UBS als Derivatehändler in London gearbeitet hat. Das könnte unter anderem die Listings maßgeschneiderter Zertifikate und Optionsscheine schneller machen. Wann sein System auf den Markt kommen werde, wollte Kalb nicht sagen. Mehrere Emittenten hätten jedoch bereits Interesse bekundet, sich der Plattform anschließen zu wollen. Einige wollten sich darüber hinaus an Xicor beteiligen.

Von

rtr

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