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14.02.2011

10:33 Uhr

Zertifikat-Sparpläne

Private Altersvorsorge soll breiter gefördert werden

VonMatthias von Arnim

Die CDU möchte den Einstieg in die private Vorsorge erleichtern und darum verschiedene Altersvorsorge-Verträge besser fördern. Bank-, Aktien-, Fonds- oder Zertifikate-Sparpläne könnten schon bald der Kapitallebensversicherung gleich gestellt werden.

Neue Steuerregeln für Zertifikate: Private Rentenvorsorge soll auf eine breitere Basis gestellt werden. Quelle: dpa

Neue Steuerregeln für Zertifikate: Private Rentenvorsorge soll auf eine breitere Basis gestellt werden.

DüsseldorfDie CDU-Finanzpolitiker werden in den nächsten Wochen die Förderung privater Sparpläne für das Alter breit diskutieren. Von vornherein solle dabei keine Sparform für das Alter ausgeschlossen werden, sagt Klaus-Peter Flosbach, finanzpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Demnach werden sich die Politiker mit der steuerlichen Förderung diverser Sparverträge wie Bank-, Aktien-, Fonds- oder Zertifikate-Sparpläne beschäftigen. Ziel sei es, „die steuerliche Förderung der privaten Altersvorsorge weiter zu verbessern und den Einstieg in die private Altersvorsorge attraktiver zu gestalten“, sagt Flosbach. Im Vordergrund stehe die Förderung kleiner Sparverträge. Eine Betragsgrenze gibt es bisher nicht.

Vor rund einer Woche hatten CDU-Finanzpolitiker Maßnahmen angekündigt, die private Altersvorsorge attraktiver zu machen. Dies hatten Union und FDP in ihren Koalitionsvertrag geschrieben. Dazu zählt, dass die bestehende steuerliche Förderung von Kapitallebensversicherungen und privaten Rentenversicherungen auch auf andere Formen des Altersvorsorge-Sparens ausgeweitet werden soll. Hier geht es um Sparverträge, in die Anleger mindestens über einen Zeitraum von wenigstens zwölf Jahren regelmäßig Geld einzahlen und sich das Kapital erst nach ihrem sechzigsten Lebensjahr wieder auszahlen lassen. Sie sollen künftig keine Abgeltungsteuer auf die Erträge zahlen, sondern auf die Hälfte des Ertrags den persönlichen Steuersatz ansetzen.

Das hätte mehrere Vorteile: Fällt die Auszahlung ins Rentenalter, ist die Steuerklasse oft niedriger als zu Erwerbszeiten. Entsprechend niedriger ist in solchen Fällen die persönliche Steuerklasse, mit der der Gewinn versteuert werden muss. Zudem blieben Dividenden oder Zinsen während der Laufzeit unversteuert – ein wertvoller Zinseszinseffekt. Neben der Fondsbranche unterstützt auch die Zertifikate-Industrie dieses Vorhaben. Hartmut Knüppel, geschäftsführender Vorstand des Deutschen Derivate Verbandes (DDV) sagt: „Wir begrüßen es sehr, dass sich die Politik jetzt aktiv dieses wichtigen Zukunftsthemas annimmt. Mehr Wettbewerb beim Thema Altersvorsorge kann für die Anleger nur von Vorteil sein.“

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