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12.01.2009

10:00 Uhr

Zertifikate

CO2-Zertifikate erleben eine Renaissance

VonGeorgios Kokologiannis

Rechtzeitig zum Weltklimagipfel in Kopenhagen haben Emittenten ein Anlagethema aus dem Bereich Umweltschutz wiederentdeckt: Den Handel mit Emissionsrechten für Kohlendioxid. Die Preise der europäischen Emissionsrechte sollen in den kommenden Jahren steigen, sagen Experten. Nach dem gescheiterten Gipfel von Kopenhagen ging es aber erst mal steil abwärts.

Auch für Privatanleger ein Thema: Der Handel mit Emissionsrechten für Kohlendioxid. dpa

Auch für Privatanleger ein Thema: Der Handel mit Emissionsrechten für Kohlendioxid.

DÜSSELDORF. Rechtzeitig zum Weltklimagipfel in Kopenhagen haben Emittenten ein Anlagethema aus dem Bereich Umweltschutz wiederentdeckt: Den Handel mit Emissionsrechten für Kohlendioxid. So heißt das System, durch das in den EU-Ländern energieintensive Industrieunternehmen und die Energiewirtschaft dazu gebracht werden sollen, weniger CO2 zu produzieren.

Hintergrund: In den vergangenen Jahrzehnten ist der Ausstoß des Gases durch die Industrialisierung stark gestiegen. Wissenschaftler machen hauptsächlich diesen Faktor verantwortlich für die Erderwärmung.

Für Investoren sei der Emissionshandel momentan ein spannendes Thema, sagt beispielsweise Dominik Auricht, Experte für Wertpapieranlagelösungen der Hypo Vereinsbank. - Bereits im Frühjahr 2007 hatte die Bank ihr Open-End-Anlagezertifikat zu diesem Thema aufgelegt, das eine volatile Vergangenheit kennzeichnet und jetzt wieder intensiv beworben wird (WKN: HV2C02).

Der Emissionshandel startete in Europa vor rund vier Jahren und funktioniert nach folgenden Regeln: Für jede Tonne Kohlendioxid, die Unternehmen in die Luft blasen, müssen sie ein CO2-Emissionsrecht besitzen - sogenannte EU-Allowances (EUAs). Ein Teil dieser Rechte wird ihnen von den Behörden zugeteilt. Benötigen sie mehr, müssen sie diese auf dem Markt erwerben. Kommen sie mit weniger aus, können sie die überschüssigen veräußern.

Dieser Handel kann auf zwei Arten stattfinden: entweder direkt zwischen den Unternehmen oder über Börsen wie zum Beispiel der Europeean Climate Exchange (ECX) in London. Zwar sind die EUA-Notierungen von rund 30 Euro je Tonne im Jahr 2006 auf weniger als die Hälfte gesunken. Fachleute führen dies vor allem auf die strukturellen Schwächen der noch jungen Märkte und auf die Einflüsse der weltweiten Rezession zurück. Für den jüngsten Preissturz war dagegen der gescheiterte Klimagipfel von Kopenhagen verantworlich. Wegen der enttäuschenden Ergebnisse stürzten die Notierungen auf weniger als 13 Euro je Tonne ab.

Kommentare (6)

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Klaus Ermecke

25.12.2009, 16:06 Uhr

Die behauptung, die Temperaturen auf der Erde würden in irgendeiner Weise vom CO2-Anteil der Luft gesteuert, ist wissenschaftlich gleich auf mehrere Weise wiederlegt. Tatsache ist, daß es in den 1980er und 90er Jahren einen leichten Temperaturanstieg gab - und auch einen leichten Anstieg des Luft-CO2. Diese botschaft wird mittlerweile in jedes Klassenzimmer vermittelt. Was man Schülern und bürgern verschweigt, ist die viel wichtigere Tatsache, daß ab 1987 bis etwa 2000 die weltweite bewölkung ständig zurückging. Der Anteil des blauen Himmel stieg an, und zwar in der Spitze um 19%. Es sind also die Wolken, die die Energiezufuhr zum Erdboden steuern und somit die bodennahen Temperaturen beeinflussen. CO2 kann diese Wirkung nicht haben. Warum, das haben wir in unserer Studie "Rettung vor den Klimarettern" einfachund verständlich dargelegt.

Prehn

25.12.2009, 18:12 Uhr

Exakt wie oben beschrieben, exakt so verhaelt es sich.
Wir als Anlagenplaner/Erbauer für Alternat/bioenergien
sind der(fast) gleichen Meinung!Es ist wie mit den Krebsarten und den Extremen: Jeder hat es aber viele bekommen es trotzt starken Rauchens oder exessivem Alkoholkonsum nicht. Ein kleinwenig kann,muss nicht, alles dazu beitragen, auch der Qualm und der Alkohol.Genaues weiss man nicht und Theorien bis Hypothesen sind so lange blind bis Sie sich beweisen oder bestaetigen. Wodurch wurden die grossen Duerren und danach die Grossen Ueberschwemmungen vor mehr als 30.000, 10.000 und 3000-2000 Jahren ausgeloest?
Und wodurch wurde im Fruehen-Mittelalter das groesste Waldsterben welches Europa je heimsuchte denn ausgeloest!? Menschen gabs wenige,Rindviecher waren auch nicht zuviele da, also Luft-Land-Wasserverschmutzung geringer, aber ein Ausloeser war da. Dieser hiess aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht CO2. Hm.......noch mehr Fragen? bitte melden.
Viele Gruesse aus brasilien
Klaus Prehn m.Frau u.viele Kollegen

Manfred

03.01.2010, 20:48 Uhr

Das Klima interessiert doch garnicht.
Es geht um Kontrolle und ums AbZOCKEN !!!

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