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26.10.2011

13:42 Uhr

Zertifikate

Risiken schnellen in die Höhe

Zertifikate und Hebelprodukte sind am deutschen Markt deutlich riskanter geworden. Nur noch 62,3 Prozent des Volumens am Derivatemarkt entfallen auf die beiden risikoärmsten Produktklassen.

Wertpapierhändler in der Frankfurter Börse dapd

Wertpapierhändler in der Frankfurter Börse

FrankfurtDer Aktien-Crash im August hat die Zertifikate und Hebelprodukte am deutschen Markt deutlich riskanter gemacht. Ende August entfielen nur noch 62,3 Prozent des ausstehenden Volumens am Derivatemarkt auf die beiden risikoärmsten von insgesamt fünf Produktklassen, zeigten Daten des Analysehauses European Derivatives Group (EDG). Ende Juli waren es noch 74,7 Prozent gewesen. Gleichzeitig ist der Anteil der riskanteren Produkte gewachsen.

„Hauptverantwortlich für diese deutlichen Verschiebungen ist das Marktumfeld im August 2011“, kommentierte die EDG die Entwicklung. Der Dax hatte von Anfang bis Ende August rund 21 Prozent an Wert verloren. „Starke Kurseinbrüche an den Märkten haben auch die Zertifikate-Risiken ansteigen lassen.“ Denn im Zuge dessen sind beispielsweise die Risikopuffer von Discountzertifikaten abgeschmolzen, und zahlreiche Bonuspapiere haben ihre Bonusbarrieren verletzt. Hinzu komme der Effekt von Umschichtungen und Neuinvestitionen durch Anleger, den die EDG jedoch als vergleichsweise gering einschätzt.

Die EDG misst die Risiken von Basiswerten und Zertifikaten anhand des Value at Risk (VaR). Diese Kennzahl gibt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Investment in einem bestimmten Zeitraum einen bestimmten Verlust nicht überschreiten wird. Für den August-Report hat die EDG rund 318.000 Zertifikate und 390.000 Hebelprodukte analysiert.

Von

rtr

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