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18.07.2014

13:15 Uhr

Zinserhöhungen

Bundesbank-Chef warnt vor zu viel Rücksicht

Jens Weidmann geht mit der EZB hart ins Gericht: Der Bundesbank-Chef übt Kritik an der Geldpolitik und warnt vor der Destabilisierung des Finanzsystems. Seine Forderung: Keine Rücksicht auf die Finanzen der Euro-Länder.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann präsentiert sich beim Tag der offenen Tür. Reuters

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann präsentiert sich beim Tag der offenen Tür.

FrankfurtDie Europäische Zentralbank (EZB) darf nach Ansicht von Bundesbank-Chef Jens Weidmann in ihrer künftigen Geldpolitik keine Rücksicht auf die Finanzen der Euro-Länder nehmen. „Es ist sehr wichtig schon jetzt klar zu machen, dass das Eurosystem notwendige Zinserhöhungen nicht wegen des Zustandes öffentlicher Haushalte verschieben wird“, sagte Weidmann am Freitag laut Redetext in Madrid. Die gegenwärtig extrem niedrigen Zinsen bergen seinen Worten zufolge das Risiko, dass die Regierungen ihre Ausgaben erhöhen statt die Staatshaushalte in Ordnung zu bringen.

„Die niedrigen Zinsen senken den Druck auf die Regierungen, die Probleme ihrer Länder energisch anzugehen“, warnte Weidmann. Zudem gefährde das Zinsniveau die Finanzstabilität. „Es besteht die Gefahr, dass es zu Übertreibungen an den Kapital- und Immobilienmärkten kommt.“

Die EZB hatte ihren Leitzins im Juni auf 0,15 Prozent gesenkt. Dieser liegt damit so niedrig wie nie zuvor. EZB-Präsident Mario Draghi will in den kommenden zwei Jahren zudem bis zu eine Billion Euro in das Finanzsystem pumpen. Dadurch soll die in vielen Euro-Ländern stockende Kreditvergabe angekurbelt werden. Weidmann hatte in der Vergangenheit wiederholt davor gewarnt, die Zinsen zu lange zu niedrig zu lassen.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Herr Helmut Paulsen

18.07.2014, 14:29 Uhr

(...)

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Helmut Paulsen

18.07.2014, 14:30 Uhr

LESENSWERT !

"Eine Zwischenstation für die AfD - Hans-Olaf Henkels erster Tag im Europaparlament"

...„Es ist ein potemkinsches Dorf hier, grotesk, so wie ich es erwartet hatte“, sagt Henkel...

http://www.tagesspiegel.de/politik/eine-zwischenstation-fuer-die-afd-hans-olaf-henkels-erster-tag-im-europaparlament/10157066.html

Herr Helmut Paulsen

18.07.2014, 14:32 Uhr

Die Deutschen wehren sich gegen die GEZ-TV-KRAKE.

Lt. BILD sind 14 Millionen Mahnverfahren bei GEZ-Gebührenzentrale anhängig. Bei 80 Millionen Einwohnern sollte man mal die dazugehörigen Haushalte zusammenzählen, die GEZ-Steuern zu zahlen haben.

Das sind doch fast ALLE 14 Millionen Haushalte in Deutschland, die in Verzug bei GEZ sind. SUPER. KLASSE. WEITER SO:

KEINE LASTSCHRIFTVERFAHREN. IMMER NUR SPORADISCH MAL 10 und mal 15 EUR überweisen alle 1-2 Monate. LASS DIE DOCH MAHNEN !!!

Bis endlich GEZ "Beitragsservice" abgeschafft wird !!!

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