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01.08.2016

15:47 Uhr

Zinspolitik der Fed

Fed-Mitglied mahnt bei Zinserhöhungen zu Vorsicht

Auch wenn sie den Leitzins zuletzt nicht antastete, hielt sich die Fed die Tür für eine weitere Straffung der Zinspolitik offen. Doch ein hochrangiger Vertreter der US-Notenbank warnt vor den Folgen einer Zinserhöhung.

Ein hochrangiges Mitglied der US-Notenbank warnt, dass bei einer Zinserhöhung negative Schocks für die US-Wirtschaft wahrscheinlicher seien als positive. dpa

Wohin steuert die Fed?

Ein hochrangiges Mitglied der US-Notenbank warnt, dass bei einer Zinserhöhung negative Schocks für die US-Wirtschaft wahrscheinlicher seien als positive.

Nusa DuaEin hochrangiger Vertreter der US-Notenbank Fed mahnt angesichts weltweiter Risiken zu Vorsicht bei Zinserhöhungen. Negative Schocks für die US-Wirtschaft seien wahrscheinlicher als positive, sagte der Fed-Chef von New York, William Dudley, am Montag. Er sprach dabei unter anderem Folgen eines Ausscheidens Großbritanniens aus der Europäischen Union und den starken Dollar an. Zugleich sei es aber übereilt, eine Zinserhöhung in diesem Jahr auszuschließen, sagte er. Sollte die Wirtschaft kräftig anziehen und der Arbeitsmarkt sich verbessern, könnte es sogar noch vor der US-Präsidentschaftswahl soweit sein. Im zweiten Quartal war die US-Wirtschaft mit hochgerechnet 1,2 Prozent nicht so stark gewachsen wie erwartet.

In der vergangenen Woche hielt die Fed die Tür für eine weitere Straffung der Geldpolitik offen, tastete zunächst aber den Leitzins nicht an. Die Währungshüter um Fed-Chefin Janet Yellen erklärten, dass sich das Risiko für den US-Wirtschaftausblick auf kurze Sicht verringert habe. Dies gilt als Fingerzeig, dass sie die Zinszügel noch 2016 anziehen könnten.

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Die Fed lässt den Leitzins unverändert, aber hält die Tür offen für eine Anhebung in den kommenden Monaten. Ihr Spielraum ist vor allem durch Einflüsse von außen eingeschränkt.

Die Fed hatte Mitte Juni signalisiert, dass sie 2016 noch zwei Schritte nach oben wagen will. Viele Experten rechnen jedoch nur mit einer Anhebung im Dezember, wenn die Auswirkungen des Brexit-Votums abgeschätzt werden können und sich zudem der Rauch des US-Präsidentschaftswahlkampfs verzogen hat.

Von

rtr

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