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17.01.2003

11:24 Uhr

Finanzier legte zwei Sanierungspläne vor

Colaninno will Milliarden in Fiat stecken

Der italienische Finanzier Roberto Colaninno soll Medienangaben zufolge bereit sein, bis zu 2,5 Milliarden Euro in den angeschlagenen Fiat-Konzern zu investieren. Sein Sanierungsplan, den Colaninno am Donnerstagabend der Fiat-Führung ausgehändigt hatte, sehe zudem eine Verstärkung der unternehmerischen Bindung an den US-Partner General Motors vor, der mit 20 Prozent an Fiat Auto beteiligt ist. Dies berichtete die italienische Zeitung "Il Sole 24 Ore" unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen.

HB/dpa ROM. Der Ex-Telecom-Italia-Manager will demnach selbst etwa eine Milliarde Euro in das Turiner Traditionsunternehmen stecken. Die restlichen 1,5 Milliarden Euro sollen von Partnern Colaninnos investiert werden. Wie bereits vorher angekündigt, bestehe der Unternehmer aber auf eine Überprüfung der Verkaufsoption an General Motors, hieß es. Der US-Konzern muss laut bislang gültigem Vertrag auf Wunsch von Fiat ab 2004 auch die restlichen 80 Prozent der Autosparte übernehmen.

Colaninno soll auch einen zweiten Plan vorgelegt haben, der Gültigkeit bekommt, falls sich Fiat für eine Abspaltung der defizitären Autosparte vom Rest des Unternehmens entscheidet. In diesem Fall sieht der Plan des Finanziers jedoch vor, dass die Fiat-Lastwagentochter Iveco in die Autosparte integriert wird. Colaninno machte deutlich, dass es sich bei seinem Plan um ein freundliches Angebot handele, das sowohl von Fiat, als auch von den Gläubigerbanken und den Aktionären akzeptiert werden muss.

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