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23.01.2001

18:33 Uhr

dpa-afx FRANKFURT. Der US-Software-Riese href="http://www.Novell.com" target="_blank"> Novell will im aktuellen Geschäftsjahr 2000/2001 (31. Oktober 2001) aus dem Tal der Tränen kommen und an frühere Erfolge anknüpfen. Im laufenden Geschäftsjahr wolle das Unternehmen nach den schlechten Umsatz- und Ertragszahlen des Vorjahres wieder wachsen. Für das laufende Quartal (31. Januar 2001) erwartet Novell-Finanzvorstand Dennis Raney ein Umsatzwachstum in Höhe des Vorquartals von rund 1,2 Prozent, sagte er am Dienstag in einem Gespräch. Die endgültigen Zahlen gibt Novell am 15. Februar 2001 bekannt.

Im ersten Halbjahr erwartet der Novell-Finanzvorstand Raney ein "fast flaches" Umsatzwachstum. In der zweiten Hälfte soll der Umsatz jedoch deutlich ansteigen. Mit einer ähnlichen Entwicklung rechnet er beim Ergebnis. Konkrete Zahlen wurden nicht genannt. Nach den Umstrukturierungsmaßnahmen im November, bei der unter anderem 900 Mitarbeiter entlassen wurden, habe Novell die Kosten im Griff und diese sollten dauerhaft niedrig bleiben.

"Das vergangene Geschäftsjahr war für Novell sehr schwierig", sagte der 58-jährige Raney. Der Umsatz sei vor allem im so genannten Marktsegment Software-Box, den Netzwerklösungen für kleine und mittlere Betriebe, regelrecht weggebrochen. Unter dem Strich stand am Ende des Geschäftsjahres 1999/2000 ein Umsatz von 1,16 Mrd. $ nach 1,27 Mrd. $ im Vorjahr. Der Nachsteuer-Gewinn lag mit 49,47 Mill. $ deutlich unter dem Vorjahresergebnis von 190,75 Mill. $.

Als Folge geriet der Aktienkurs von Novell ins Trudeln und verlor von seinem Höchststand (44,56 $) zu Jahresbeginn 2000 bis zu 90 Prozent. In den USA notierten die Papiere teilweise unter 5 $. Inzwischen hat sich die Aktie wieder etwas erholt. Am Dienstag stand das Novell-Papier um 18.00 Uhr bei 7,81 $.

Raney sieht in den Kursabschlägen bei Novell eine Marktübertreibung: "Novell ist im Sog aller Technologietitel mit nach unten gerissen worden." Das US-Softwareunternehmen sei auf dieser Basis unterbewertet. Er sieht den fairen Preis der Novell-Aktien derzeit in einer Bandbreite zwischen 15 $ und 18 $. Er verweist dabei auf die Analysen verschiedener Banken, die eine höhere Bewertung der Aktie in Aussicht stellen.

Das Unternehmen wolle den Auftragsrückgang um rund 45 Prozent aus dem Geschäft mit Klein- und Mittelunternehmen durch eine Expansion bei den Großkunden auffangen. Bereits jetzt wachse dieser Geschäftsbereich mit rund 11 Prozent im Quartal und habe sich im vierten Quartal des abgelaufenen Jahres auf 670,90 Mrd. $ belaufen.

Außerdem solle der Bereich "Dienstleistung und Schulung" künftig an Bedeutung gewinnen. Bei den Großkunden setze Novell auf das Internet. Mit neuen Produkten wie eDirectory, DirXML, iChain und caching soll dieser Markt erschlossen werden. Im Geschäftsjahr 1999/2000 hatten diese Produkte noch rund 5 Mill. $ zum Novell-Umsatz beigetragen - im laufenden Geschäftsjahr soll der Internet-Umsatz bei Großkunden schon auf 50 Mill. $ ansteigen.

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