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10.01.2002

12:32 Uhr

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Fitch stuft argentinische Banken zurück

Die Situation der Finanzinstitute in Argentinien habe sich nach dem Notstands-Gesetz vom Wochenende grundlegend verschlechtert, sagte die Rating-Agentur am Donnerstag zur Begründung. Argentinien hat im Zuge der wirtschaftlichen Krise die Dollarbindung aufgegeben.

vwd NEW YORK. Zudem wurden sämtliche in US-Dollar-nominierte Schulden bis zu 100 000 $ in einem Verhältnis von Eins zu Eins in argentinische Peso konvertiert. Damit sollen die Auswirkungen der Abwertung für Schuldner abgefedert und die Fähigkeit der Zentralbank, als rettender Gläubiger einzuspringen, gestärkt werden.

Fitch erwartet, dass die Beschränkungen auf Bankauszahlungen, die zum 9. Januar auslaufen sollten, vorerst nicht aufgehoben werden. Die Regierung hat sich bisher an ihre Zusage gehalten, Bankeinlagen in der Währung weiter zu führen, in der sie ursprünglich angelegt waren. Um die aus dieser Zusage resultierenden Verluste für die Banken zu mildern, will Regierung in Buenos Aires den argentinischen Banken auf US-$ lautende Staatsanleihen anbieten. Die Anleihen sollen über neue Steuern auf Hydrocarbon-Exporte gesichert werden.

Dies reicht Fitch zufolge allerdings nicht aus, um die Belastungen der Banken auszugleichen. Weitere Details über die Wirkungsweise der Regierungsbonds sind bislang nicht bekannt. Die Ratingagentur hat auf Grund der Krise das Langfrist-Rating für HSBC Bank Argentina und BBVA Banco Frances auf "DDD" von zuvor "CC" gesenkt. HSBC Bank Argentina, eine Tochter der HSBC Holding plc, London, bleibe auf der Watch List Negative. Das Rating der BBVA Banco Frances, an der Banco Bilbao Vizcaya Argentaria SA, Bilbao, beteiligt ist, wurde auf "E" von zuvor "D" zurückgenommen, das Rating der kurzfristigen Schulden wurde auf "D" von zuvor "C" , das Support Rating auf "4T" von "3T" gesetzt.

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