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18.07.2000

13:24 Uhr

Flächendeckende Versorgung bis Mitte nächsten Jahres geplant

Virtuelle Geschäftsstelle der ostdeutschen Sparkasse geht ans Netz

Die Sparkassen in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern bieten ihren Kunden künftig die gesamte Palette der Bankgeschäfte im Internet an. Damit haben die Kunden die Möglichkeit, zwischen dem persönlichen Besuch der Filiale, dem Telefonbanking oder Internet zu wählen oder alles miteinander zu kombinieren.

adx BERLIN. Wie Rainer Voigt, Geschäftsführender Präsident des Ostdeutschen Sparkassen- und Giroverbandes (OSGV), beim Start der neuen Offerte am Dienstag in Berlin mitteilte, soll bis Mitte nächsten Jahres das Netz flächendeckend geknüpft sein. Als erste virtuelle Geschäftsstelle ging die Sparkasse Vogtland (Plauen) ans Netz. In Kürze kommen die Sparkassen in Chemnitz, Freiberg, Leipzig, Merseburg-Querfurt, Märkisch-Oderland und Schwerin hinzu. Die restlichen Institute sollen dann schrittweise folgen.

Regionalität und Dezentralität als grundlegende Geschäftsprinzipien der Sparkasse sollen durch das Internet verstärkt werden, sagte Voigt. Bislang diente das Internet den Sparkassen im Wesentlichen zur Präsentation, nicht aber zum Vertrieb und zur Geschäftsabwicklung.

Die virtuelle Geschäftstelle bietet das gesamte Leistungsspektrum einer stationären Sparkassen-Filiale. Sie verknüpft Information, umfassende Beratung und Geschäftsabschluss. Zusätzlich zur Gesamtpalette der klassischen Bankdienstleistungen bieten die ostdeutschen Sparkassen auf dem neuen Vertriebsweg auch die Produkte ihrer Verbundpartner an, beispielsweise Versicherungs- und Bausparverträge. Das Online-Brokerage soll vom vierten Quartal 2000 an Bestandteil des Internetangebots werden. Hinzu kommen die Online-Baufinanzierung sowie ein spezielles Firmenkundenangebot.

Nutzung auch von anderen Bundesländern aus möglich

Der Internet-Auftritt ist so angelegt, dass er auch von Sparkassen aus anderen Bundesländern genutzt werden kann. "Multikanalvertrieb" nennt der OSGV sein Konzept, weil im Unterschied zu Direktbanken nicht nur ein Vertriebskanal zur Verfügung steht. Holtmann hob die drei Möglichkeiten zum Geschäftsabschluss per Internet hervor. Wer bereits Onlinekunde bei der Sparkasse ist, muss für einen Vertragsabschluss nur noch seine PIN-Nummer eingeben. Wer sich per Internet zunächst beraten lassen will, kann sich die Produkte nach der Erstinformation per E-Mail zukommen lassen, um in Ruhe die Bedingungen zu studieren. Es besteht auch die Möglichkeit, am Schirm einen Vertrag zu erstellen, dann auszudrucken und mit Unterschrift per Post an die Sparkasse zu schicken. Strategisches Ziel der ostdeutschen Sparkassen ist es, beim traditionellen Massengeschäft künftig auch das Internet zu nutzen. Das Individualgeschäft etwa bei Großkrediten wird davon eher nicht berührt, sagte Holtmann.

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