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07.08.2000

16:46 Uhr

adx FRANKFURT/MAIN. Die erste deutsche Strombörse Leipzig Power Exchange (LPX) bekommt Konkurrenz vom Main. Am Dienstag startet die European Energy Exchange ( EEX ) in Frankfurt den physischen Handel, den so genannten Spotmarkt. Auf ihm werden jeweils mittags die Strompreise für den nächsten Tag ausgehandelt (Daytrade). Im vierten Quartal soll dann der Terminmarkt für Strom folgen.

Die LPX hatte am 14. Juni ihren Spotmarkt gestartet und will bis Jahresende einen Terminmarkt eröffnen. Konkurrenz kommt nicht nur aus der Mainmetropole, sondern auch aus Niedersachsen. Denn auch die Warenterminbörse Hannover plant den Einstieg in den Stromhandel. Während Experten bezweifeln, dass sich in Deutschland auf Dauer mehrere Handelsplätze halten können, will die LPX, wie Handelsblatt.com berichtete, zunächst den Start in Frankfurt abwarten, ehe über Kooperationen geredet werden soll.

Die EEX hatte im Juli angekündigt, im laufenden Jahr einen Großteil der Gebühren auszusetzen, um insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen die Entscheidung für EEX zu erleichtern. Ausgesetzt werden demnach die Jahresgebühr für den Handel am Spotmarkt in Höhe von 20.000 Euro, die Transaktionsgebühren für den Handel in Höhe von 0,33 % des Wertumsatzes sowie die Kosten für die technische Ausrüstung und die Anbindung an das Handelssystem Xetra. Zu zahlen ist lediglich die Aufnahmegebühr von 20.000 Euro.

Hinter der Frankfurter Börse steht die Energiewirtschaft

Nach eigenen Angaben will die EEX einen zentralen Marktplatz für Stromprodukte in Deutschland schaffen und sich mittelfristig als der führende Umschlagplatz für Energieprodukte in Europa etablieren. Getragen wird die Strombörse zu 52 % von 40 Unternehmen der europäischen Energiewirtschaft. Die verbleibenden 48 % hält die deutsch-schweizerische Terminbörse Eurex Zürich AG. Die EEX entstand aus einer Initiative der Schweizer und Deutschen Energiewirtschaft. Das gesamte Börsenkonzept wurde in Kooperation repräsentativer Vertreter aus Handel und Industrie, Netzbetreibern, sowie kommunalen Versorgern und Banken entwickelt. Mittel- und längerfristig wird die EEX neben Strom auch weitere Energieformen und den Energieverbrauch beeinflussende Faktoren handelbar machen.

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