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30.05.2000

10:07 Uhr

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Franzosen kaufen Vodafone-Tochter Orange

Die France Télécom hat ihre Konkurrenten im Kampf um den drittgrößten britischen Mobilfunknetzbetreiber, Orange, überboten.

HB/Reuters/ap BERLIN. Für 15 Mrd. £ in bar und 10 Mrd. £ in Aktien wird der britische Mobilfunkkonzern Vodafone seine Tochter Orange nach Frankreich verkaufen. Das bestätigte der französische Telekommunikationskonzern am Dienstag. Mit der Übernahme entsteht Europas zweitgrößte Mobiltelefongesellschaft.

Außerdem werde France Télécom noch 2 Mrd. £ Schulden von Orange übernehmen sowie die 4,1 Mrd. £ tragen, die Orange kürzlich für eine britische Lizenz für die neue Mobilfunk- Generation UMTS bezahlt hat. Damit lässt sich der französische Konzern die Übernahme von Orange insgesamt rund 50 Mrd. Euro kosten.

Orange war im Oktober 1999 für 30 Mrd. Euro von der deutschen Mannesmann AG gekauft worden. Kurz darauf schluckte jedoch Vodafone Mannesmann und damit auch Orange. Um eine marktbeherrschende Stellung in Großbritannien zu verhindern, muss Vodafone den Konkurrenten wieder verkaufen. Neben den Franzosen hatten auch die niederländische KPN, die spanische Telefónica, die finnische Sonera und MCI-Worldcom aus den USA Interesse an Orange geäußert. Sie waren jedoch offenbar nicht bereit, ähnlich hohe Preise zu bieten.

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