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03.03.2004

11:19 Uhr

Frauen verdienen in Deutschland weniger als Männer

Gehaltsunterschiede spalten die Geschlechter

Das Statistische Bundesamt macht vor allem die unterschiedlichen Tätigkeiten von Männern und Frauen für die Gehaltsunterschiede verantwortlich.

HB WIESBADEN. Weibliche Berufstätige verdienen fast ein Drittel weniger als ihre männlichen Kollegen. Das gab das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden bekannt. Im Schnitt erhielten Frauen bei ihrer Tätigkeit im Produzierenden Gewerbe, Handel sowie im Kredit- und Versicherungsgewerbe brutto 2602 Euro im Monat. Männer verdienten hingegen 30 Prozent mehr.

In den neuen Bundesländern ist der Unterschied nicht ganz so gravierend: Hier verdienen angestellte Frauen rund 23 Prozent weniger als Männer.

Auch bei Arbeitern und Arbeiterinnen ist das Lohngefälle geringfügiger. Frauen erhielten im Schnitt mit 1885 Euro pro Monat ein gutes Viertel weniger als Männer, in Ostdeutschland lagen die Löhne der Arbeiterinnen nur rund 22 Prozent niedriger.

Die Einkommensunterschiede werden mit den unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen der Geschlechter begründet. 40 Prozent der männlichen Angestellten verrichten laut Statistischem Bundesamt Tätigkeiten mit hoher Verantwortung und verfügen über besondere Erfahrungen. Dies trifft allerdings nur auf 15 Prozent der Frauen zu. Bei den Arbeitern waren 60 Prozent der Männer und nur 13 Prozent der Frauen Fachkräfte.

Weitere Gründe für Gehaltsunterschiede sind die Dauer der Betriebszugehörigkeit sowie unterschiedliche Qualifikationen.

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