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07.04.2003

19:03 Uhr

Freiheitsstrafen zur Bewährung ausgesetzt

Brite wegen Husten-Betrugs in Quiz-Sendung verurteilt

Ein britischer Armeeoffizier ist am Montag zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er sich in einem TV-Quiz ein Preisgeld in Millionenhöhe erschwindeln wollte.

Reuters LONDON. Major Charles Ingram hatte im September 2001 in der britischen Version der Quiz-Show "Wer wird Millionär?" den Jackpot in Höhe von einer Million Pfund (rund 1,5 Millionen Euro) gewonnen. Ein Londoner Gericht befand Ingram jedoch für schuldig, sich das Preisgeld nur mit Hilfe eines auffällig hustenden Komplizen erschwindelt zu haben. Tecwen Whittock hatte nur wenige Meter von Ingram entfernt gesessen und ihn mit gezielten Hustern wissen lassen, welche von je vier vorgegebenen Antwortmöglichkeiten die richtige war. Den Trick hatten sich die beiden zusammen mit Ingrams Ehefrau Diana ausgedacht.

Das Gericht verurteilte den Offizier und seine Frau zu Freiheitsstrafen von je 18 Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurden. Außerdem müssen beide eine Geldstrafe von 15.000 Pfund entrichten. Ihr Komplize erhielt zwölf Monate auf Bewährung und eine Geldstrafe von 10.000 Pfund.

Das erschwindelte Preisgeld hatten die Ingrams nie erhalten: Die Verantwortlichen der Sendung waren wegen der auffälligen Husten-Serie skeptisch geworden und hatten die Auszahlung verweigert. Außerdem entschied der Sender, die aufgezeichnete Show nicht auszustrahlen.

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