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14.02.2002

09:01 Uhr

Freiwillige Verpflichtungen geplant

USA legen Alternative zum Kyoto-Protokoll vor

Die Vereinigten Staaten haben ein Alternativprogramm zum Klimaschutzprotokoll von Kyoto erarbeitet, dem zufolge sich die Industrie freiwillig zur Reduzierung von Treibhausgasen verpflichten soll. Im Gegenzug sind für umweltgerechtes Verhalten Steuervorteile vorgesehen. Wie am Mittwoch aus Regierungskreisen in Washington verlautete, will US-Präsident George W. Bush das Programm am Donnerstag der Öffentlichkeit vorstellen.

ap WASHINGTON. Im Kyoto-Protokoll von 1997 hatten sich die Industrieländer ursprünglich verpflichtet, ihre Schadstoffemissionen bis 2012 um 5,2 % unter den Stand von 1990 zu senken. Da die USA das Protokoll aber nicht mittragen und für die übrigen Staaten Erleichterungen vereinbart wurden, dürfte die echte Reduzierung deutlich geringer ausfallen. Nur mit Abstrichen allerdings war es möglich gewesen, das Protokoll auf einem weiteren Klimagipfel im vergangenen Juli in Bonn überhaupt noch zu retten. Die USA haben stets geltend gemacht, dass eine Umsetzung der Vereinbarungen von Kyoto die Wirtschaft des Landes zu sehr schädigen würde.

Laut dem nunmehr bekannt gewordenen Alternativprogramm sollen die Unternehmen ihre Emissionsdetails der Regierung auf freiwilliger Basis melden. Für gute Werte würden dann Bescheinigungen ausgestellt, die die Firmen untereinander austauschen könnten, solange insgesamt eine Reduzierung von Treibhausgasen erreicht wird. Mit Steuerleichterungen sollen zudem alternative Energien gefördert werden.

Bush hat den Verlautbarungen zufolge in seinem Haushaltsentwurf 4,5 Mrd. Dollar für Maßnahmen zum Klimaschutz eingeplant. Nach Regierungsangaben würde dies eine Steigerung von 700 Mill. Dollar bedeuten.

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