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30.01.2001

15:22 Uhr

dpa RAMALLAH. Die Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Jassir Arafat hat zu einer neuen Eskalation der Unruhen im Westjordanland und Gazastreifen in den kommenden Tagen aufgerufen. Hatem Abdel Kadder, einer der Fatah-Führer, sagte am Dienstag, dies sei bei einem Treffen der Bewegung am Vortag in Ramallah (Westjordanland) beschlossen worden.

Fatah sei zu dem Schluss gekommen, dass die jüngsten Friedensgespräche zwischen Israel und Palästinensern im ägyptischen Badeort Taba "Zeitverschwendung" gewesen seien. "Eine Eskalation der Intifada (Aufstand) ist für uns gegenwärtig die beste Option", meinte Kadder.

Zahl der Unruhen gesunken

Fatah ist die führende Kraft hinter den Ende September begonnenen Unruhen in den Palästinensergebieten, bei denen bislang 347 Palästinenser und 49 Israelis getötet worden sind. Die Zahl der gewalttätigen Zusammenstöße war in den vergangenen Wochen erheblich gesunken.

Nach Angaben Kadders wurde bei dem Treffen auch die israelische Ministerpräsidenten-Wahl in einer Woche und deren mögliche Auswirkungen für die Palästinenser besprochen. Man sei zum Schluss gelangt, "dass (der rechtsorientierte Likud-Kandidat Ariel) Scharon für die Palästinenser kein Anlass zur Besorgnis" sei.

Es gebe im Grunde keinen Unterschied zwischen Scharon und dem amtierenden israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak, meinte Kadder. Sollte Scharon gewählt werden, plane man jedoch eine weitere Eskalation der Intifada. Ein Wahlsieg Scharons würde daher seiner Ansicht nach "allen Israelis schaden".

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