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17.02.2003

15:00 Uhr

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Friedensszenario - Zu schön, um wahr zu werden?

Schneekatastrophe in den USA, sonniges Winterwetter in Deutschland - was will uns Petrus damit sagen?

Ganz im ernst: Seit dem vergangenen Wochenende mehren sich die Zeichen der Hoffnung, der Hoffnung auf eine friedliche Lösung des Irak- Konfliks. Kein Krieg? Das kann nur gelingen, wenn die Amerikaner dabei nicht ihr Gesicht verlieren - denn George W. Bush hatte sich ja spätestens mit seinem öffentlichen "Das Spiel ist aus" festgelegt.

Ich will meine Skepsis nicht leichtfertig aufgeben, aber die neue Woche könnte die Wende-Woche werden, wenn alles gut geht. Deshalb möchte ich heute einmal ein Szenario basteln, bei dem auch der Dax in die Hände klatschen würde.

Zuerst das Desaster vom Freitag Abend, anschließend millionenstarke Friedensdemonstrationen, und zuletzt haben sich die Nato-Partner entgegen allen Unkenrufen doch wieder zusammen gerauft. Jetzt muss auch in der Europäischen Union die Union wieder hergestellt werden. Dann kommen die Amis mit einer wohl formulierten, neuen Uno-Resolution, die breite Zustimmung finden wird. Das wär?s!

Kein Krieg - die Kapitalmärkte würden weltweit aufatmen und positiv auf die Stimmung in der Wirtschaft ausstrahlen. Die kommt allmählich wieder in Schwung. Europa bricht nicht auseinander, muss keinen Krieg mitfinanzieren und kann deshalb auch an Maastricht festhalten. Deutschland profitiert von einer faktischen großen Koalition in der Wirtschafts-, Steuer- und Arbeitsmarktpolitik - Eichels korrigierter Kurs begünstigt auch Kapitalrückflüsse, begünstigt den heimischen Aktienmarkt. Was für ein Szenario!

Zu schön, um wahr zu sein? - Wahrscheinlich ...

Aber drücken wir mal die Daumen - bis morgen!

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